Analysten kritisieren Pepsicos Strategie und fordern die Aufspaltung des Konzerns. Doch der Coca-Cola-Konkurrent will davon nichts wissen. von Andreas Schuck
Cola und Chips - was das Herz eines jeden Junkfood-Fans höher schlagen lässt, hat Pepsico zu seinem Geschäftsinhalt erkoren. Der US-Konzern, hinter Coca-Cola die Nummer zwei auf dem globalen Markt für Erfrischungsgetränke, hat bereits vor Jahrzehnten mit der Übernahme der Snackfirma Frito-Lay ein zweites Standbein aufgebaut und ist heute mit Marken wie Tropicana (Fruchtsäfte), Quaker (Frühstücksflocken) und Gatorade (Sportdrinks) breit diversifiziert.
Nicht jeder an der Wall Street ist allerdings mit dem Kurs von Vorstandschefin Indra Nooyi, die seit Oktober 2006 die Geschäfte des Konzerns leitet, einverstanden. Sie plant, die Umsätze außerhalb der Cola-Sparte bis zum Jahr 2020 auf rund 30 Mrd. Dollar zu verdreifachen.
Nooyi, so lautet der Vorwurf, habe bei der Diversifizierung das Kerngeschäft aus den Augen verloren, das immer noch für den Großteil der Gewinne steht. Angesichts rückläufiger Werbeausgaben für das Hauptprodukt Pepsi kritisiert etwa Jim Tierney vom US-Vermögensverwalter W. P. Stewart: "Man kann Marken nicht einfach in der Versenkung verschwinden lassen und erwarten, dass sie ihren Wert behalten."
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