Der schlechteste Indikator war der Studie zufolge eine hohe Marktkapitalisierung. Die größten Unternehmen hinkten den kleinen Firmen im Folgemonat um 0,11 Prozent hinterher. Das passt zur Theorie: Nebenwerte gelten als riskanter, und dieses Risiko lassen sich Anleger bezahlen.
Auch Tobias Klein, Chef des Investmenthauses First Private, hat diesen Zusammenhang beobachtet: "Es gibt zwar regionale Unterschiede, aber durchschnittlich haben die kleineren die größeren Unternehmen im letzten Jahrzehnt um jährlich 3,5 bis sieben Prozent übertrumpft", sagt der Fondsmanager.
Mit Blick auf die Schwankungsbreite (Volatilität) der Aktien gilt die Beziehung zwischen Rendite und Risiko anscheinend aber nicht in der althergebrachten Form. Nicht das Portfolio mit der größeren Volatilität lieferte eine höhere Rendite, sondern das mit den Aktien, die weniger starke Ausschläge verzeichneten.
"Eigentlich ist das eine Kapitalmarktanomalie", sagt Jasperneite. "Aber bei dem, was in den letzten 20 Jahren an den Kapitalmärkten alles schiefgelaufen ist, muss man das langfristige Festhalten an einzelnen Faktoren sowieso hinterfragen." Jasperneite sieht sich daher auch eher als Taktiker denn als Stratege. "Echter Mehrwert kommt über die Taktik, Zyklen abzugreifen und auch mal mutig vom Vergleichsindex abzuweichen."