Der Handel mit Aktien - hier am Parkett der New Yorker Börse - wird immer öfter von Algorithmen ausgeführt
Der Handel mit Aktien und Derivaten wird zunehmend von mathematischen Algorithmen bestimmt, die in Computerprogrammen eingesetzt werden. Sie ermöglichen eine automatische Reaktion auf Marktdaten und neue Informationen. Ähnlich wie ein Autopilot im Flugzeug entscheiden sie, wann und wie viel sie handeln.
Analysten schätzen, dass bis zu 60 Prozent des Aktienhandels auf diese Art und Weise ablaufen. Die Aufsicht hält damit aber nicht mit: Laut Regulierern ist nicht klar, wer die Aktivitäten kontrolliert und sicherstellt, dass mit ihren Algorithmen keine übermäßigen Risiken eingegangen werden.
Die US-Börsenaufsicht SEC hat Regeln vorgeschlagen, die Broker zur Einführung von Mechanismen zwingen würden, die fehlerhafte Aufträge verhindern. Wie andere Aufseher geht die SEC derzeit gegen einige Praktiken vor, die bislang kaum reguliert sind, zunehmend aber als Risiken angesehen werden, darunter der sogenannte Hochfrequenzhandel.