Was bewegt Märkte? Harte Fakten - und die Psychologie der Anleger. Charttechnisch orientierte Investoren glauben, aus Kursbewegungen der Vergangenheit Aussagen für die Zukunft ableiten zu können. Viele Fundamentalisten sehen es pragmatisch: Wenn Charttechniker bestimmte Marken benennen, muss ich sie wenigstens kennen. In dieser Serie beleuchten wir börsentäglich die Situation im Dax.
Der bis dato eher unscheinbare Haltebereich um 7215 Zähler hat sich am Mittwoch im frühen Handel erneut als Kaufzone erwiesen. Wie schon einmal Ende September stieg die Nachfrage heute stark an, sobald der Deutsche Aktienindex (DAX) sich diesem Areal näherte. Nun bleibt abzuwarten, ob das Interesse der Anleger hoch genug ist um hier eine Bodenbildung auszulösen oder ob es nur für eine kurze Pause im Abwärtstrend reicht.
Ein erstes positives Zeichen wäre es, wenn der DAX den gesamten Tag oberhalb dieses Schwellenwertes verbleibt. Damit wäre die Unterstützung erneut bestätigt und würde in den Köpfen weiterer Marktteilnehmer präsent werden - ein sich selbst verstärkender Effekt. Klappt dies nicht, wäre es aber auch kein Drama. Schon bei 7015/7100 Zählern wartet dann die Kombination einer horizontalen Unterstützung mit der 55-Tage-Linie, spätestens hier dürfte die Nachfrage wieder deutlich ansteigen.
Gelingt dagegen schon jetzt eine frühzeitige Bodenbildung, ist zunächst Luft bis an die 21-Tage-Linie und Aufwärtstrendlinie im Fünf-Minuten-Chart bei rund 7340 Zählern, darüber ist der Weg bis in den Bereich zwischen 7450/80 und 7600 Punkten frei.