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FTD-Serie: Das Bankenbeben

Die Finanzkrise verändert die weltweite Bankenlandschaft rasant. Pleiten, Fusionen, Ausverkäufe - die Finanzwelt wird von einem Beben erschüttert, bei dem kaum ein Stein auf dem anderen bleibt.
Merken   Drucken   27.11.2008, 22:58 Schriftgröße: AAA

Die Ereignisse vom 27. November: Spanien schnürt kleines Konjunkturpaket

Mit 11 Mrd. Euro nehmen sich die Wirtschaftshilfen vergleichweise bescheiden aus. Der Dax geht mit einem Plus aus dem Handel. FTD.de protokolliert die Ereignisse der Finanzkrise.

22.22 Die Commerzbank will die Dresdner Bank früher als bislang geplant komplett übernehmen. Für den 40-prozentigen Restanteil zahle die Commerzbank 1,4 Mrd. Euro an den bisherigen Anteilseigner Allianz, teilte das Institut am Donnerstagabend in einer Pflichtveröffentlichung mit. Der Anteil solle nun im Januar 2009 an die Commerzbank gehen, womit diese deutlich früher als ursprünglich geplant 100 Prozent an der Dresdner halten werde. Eigentlich sei dies erst für das zweite Halbjahr 2009 geplant gewesen. Commerzbank und Allianz hätten sich am Donnerstag auf diesen Schritt geeinigt.

20.51 Im Kampf gegen die Finanzkrise hat Spanien ein 11 Mrd. Euro schweres Konjunkturprogramm aufgelegt. Wir stehen möglicherweise der ersten globalen Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg gegenüber, sagte Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero am Donnerstag vor dem Parlament. Allein mit 800 Mio. Euro will das Land der kriselnden Autoindustrie unter die Arme greifen.

18.15 Die staatliche KfW hat Berichte über ein weit stärkeres Engagement mit Darlehen und Investments in Island zurückgewiesen. Es gebe keine neue Sachlage, sagte eine Sprecherin der Förderbank. Bereits Ende Oktober seien die Zahlen veröffentlicht und von der KfW bestätigt worden. Soweit notwendig war, habe die KfW hierfür Risikovorsorge gebildet. Zuvor war ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 24. November bekannt geworden, nach dem die KfW in der von der Finanzkrise besonders schwer getroffenen Inselrepublik mit knapp 800 Mio. Euro engagiert gewesen sei. Diese Größenordnung war nach Aussage der KfW-Sprecherin bereits Ende Oktober genannt und vom Finanzministerium auch mitgeteilt worden.

18.00 Im Schlepptau guter Vorgaben aus den USA haben die Kurse an den europäischen Aktienbörsen zugelegt. Ohne neue Störfeuer von der wegen des Thanksgiving-Feiertages geschlossenen Wall Street gewannen die meisten europäischen Indizes mehr als zwei Prozent. Der Dax stieg um 2,3 Prozent auf 4665 Punkte. Allerdings sprachen Händler von sehr ruhigem Handel. Unsicherheit ging Händlern zufolge aber von der Entwicklung in Indien aus.

Derspanische Ministerpräsident Zapatero will die Autobauer stützen   Derspanische Ministerpräsident Zapatero will die Autobauer stützen

17.04 Der Ölpreis könnte trotz der weltweiten Konjunkturflaute nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) in zwei Jahren auf ein Rekordhoch steigen. Ab 2010 werde die Nachfrage nach dem Rohstoff wieder zunehmen, sagte IEA-Chef-Ökonom Fatih Birol. Wegen der ungebrochen hohen Nachfrage in Ländern wie Indien und China könnte der Ölpreis dann möglicherweise sogar noch über seinen Spitzenwert aus dem Sommer klettern. Letztlich hänge dies aber von der weiteren konjunkturellen Entwicklung ab, sagte Birol. Ein Barrel der US-Sorte WTI kostete im Juli rund 147 $. Seither ist der Preis um mehr als die Hälfte eingebrochen. Das Fass lag am Donnerstag nur noch bei knapp 53 $.

Weiter: 16.32 Uhr bis 12.48 Uhr

  • FTD.de, 27.11.2008
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