Den Vorständen ins Depot geschaut: Wenn Topmanager Aktien des eigenen Unternehmens kaufen, ist das ein guter Indikator für steigende Kurse. Der FTD-Insider-Index verrät, wie die Stimmung unter Europas Bossen ist.
Die Insider halten sich mit dem Kauf von Aktien der eigenen Firmen derzeit zurück - typisch für den Jahresanfang. Als Signal für die Beurteilung der Unternehmen darf das nicht zu verstehen sein. von Thomas Strohm
Die Insider haben sich zu Beginn des Jahres mit dem Erwerb von Aktien der eigenen Unternehmen zurückgehalten - gezwungenermaßen, wie Patrick Hable, Geschäftsführer des Analysehauses 2iQ Research, erläutert: "Die Insider dürfen in den Tagen, bevor sie über die Zahlen des vergangenen Jahres berichten, nicht kaufen oder verkaufen." Deswegen sei das Handelsvolumen im Januar immer relativ gering.
Vorsichtig optimistisch
Das tut der optimistischen Stimmung der europäischen Führungskräfte keinen Abbruch, belegt der von 2iQ Research berechnete FTD-Insiderindex. Besonders zuversichtlich ist offenbar Gilberto Benetton, Mitgründer der gleichnamigen Modegruppe, was die Entwicklung des italienischen Autobahnbetreibers Atlantia angeht, in dessen Aufsichtsrat er sitzt: Anfang Januar hat er für über 30 Mio. Euro Aktien gekauft. "Für die letzten zwei Jahre summieren sich seine Käufe auf 715 Mio. Euro", so Hable. Ein Kaufsignal für andere Anleger sei das aber gerade nicht: "Je häufiger ein Insider ordert, desto weniger Informationen liegen den Käufen zugrunde."
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