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21.12.2008, 10:00
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Geldanlage:
Geld sicher und günstig parken
Noch nie gab es so viele Möglichkeiten, Geld kurzfristig und gut verzinst anzulegen. Doch Anleger sollten genau hinschauen. Nicht alles macht wirklich Sinn.
von Wolf Brandes
Als 1994 die ersten Geldmarktfonds in Deutschland eingeführt wurden, warb die Commerzbank seinerzeit mit dem Slogan "Bestgeld statt Festgeld". Geldmarkfonds waren bis Mitte der 90er-Jahre in Deutschland verboten und sollten nun Anlegern den Zugang zum so genannten Interbankenmarkt schaffen, an dem die Banken ihr Geld normalerweise kurzfristig anlegen und der Privatkunden bis dato verschlossen war.
Statt schlechter Konditionen bei Termingeldern und Festgeldkonten versprachen die neuen Geldmarktfonds eine marktgerechte Rendite. Die Kunden glaubten es gerne. Im Laufe der Jahre sind mehr als 100 Mrd. Euro in Geldmarktfonds investiert worden.
Die Subprime-Krise hat nun gezeigt, dass viele klassische Geldmarktfonds nicht nur in Banken-Termingeldern investiert waren, sondern ABS-Papiere beigemischt hatten, um die Rendite aufzubessern. Die ersten Enttäuschungen gab es Mitte 2007, als insbesondere der Pioneer Invest Geldmarkt Plus erste Kursverluste meldete. Bis heute hat sich das Minus bei dem Fonds auf rund 20 Prozent summiert. Ein dramatischer Verlust für ein Geldmarktprodukt.
Mittlerweile sind auch viele andere Cashfonds infiziert worden wie, zum Beispiel der cominvest Top4 und der UniMoneyMarket Euro. Die Ursachen für den Kursrückgang sind dabei unterschiedlich. Aus Sicht der Kunden sind Einbußen von schon einem oder zwei Prozent bei einer Liquiditätsanlage ärgerlich. Die Verluste führten bei Anleger zu einem Misstrauen gegenüber diesen Produkten - auch wenn viele andere Geldmarktfonds der Krise zum Trotz stabile Renditen abliefern.
ETFs werden zum AnlegerlieblingAls Antwort auf die Probleme bei aktiv gemanagten Geldmarktfonds kamen die Geldmarkt- ETFs auf den Markt. Diese börsengehandelten Indexfonds - auch Exchange Traded Funds (ETFs) genannt - bilden einen Geldmarktindex. Als einer der ersten brachte die Deutschen Bank Mitte 2007 den DB X-Trackers Eonia, der schnell ein großer Absatzerfolg wurde und inzwischen ein Volumen von 4,3 Mrd. Euro verwaltet.
Dass die Produkte ein Kassenschlager sind, liegt am Wunsch der Investoren nach einer einfachen und sauberen Anlageform für Liquidität. Die niedrigen Kosten machen Geldmarkt-ETFs zudem zu einer attraktiven Anlageform. Anleger müssen neben den laufenden Kosten - die bei der Berechnung der Performance abgezogen sind - aber die Gebühren für Kauf und Verkauf bedenken.
Bei den meisten herkömmlichen Geldmarktfonds kann ohne Ausgabeaufschlag geordert werden. Damit gibt es keinerlei Transaktionskosten. Geldmarkt-ETFs sind dagegen grundsätzlich nur über die Börse zu beziehen. In diesem Fall kommen Orderspesen der Bank hinzu. Bei Onlinebrokern sind das 0,3 bis 0,5 Prozent pro Transaktion. Daher lohnt es sich in der Regel nicht, einen Cash-ETF nur für ein paar Monate zu kaufen.
Teil 2: Ursprünglich für Institutionelle gedacht
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FTD.de, 21.12.2008
© 2008 Financial Times Deutschland,
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