Das sind jedoch nur einige von vielen Fehlern, die Anleger regelmäßig begehen. Ein möglicher Grund: Fehlendes oder mangelhaftes Wissen rund um das Thema Geldanlage. "Der Beratungsbedarf in Sachen Geldanlage ist riesig", sagt Niels Nauhauser. "Und die Finanzkrise hat dies noch verschärft."
Als Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg bekommt er nahezu täglich mit, dass es in bei der Finanzbildung hierzulande großen Nachholbedarf gibt. "Die Mehrzahl der Kunden und Anleger wissen gar nicht, welches Renditepotenzial sie verschenken, weil sie ihrem Berater blind vertrauen", berichtet Nauhauser.
"Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen", sagte schon Benjamin Franklin. Experten raten deshalb, dass man sich gerade in Finanzfragen nicht auf scheinbar allgemeingültige Faustregeln und todsichere Insidertipps verlassen sollte. Denn die kosten unter Umständen bares Geld.
Zusammen mit Diplom-Betriebswirt Werner Bareis hat Nauhauser nun das "Lexikon der Finanzirrtümer - Teure Fehler und wie man sie vermeidet" (Econ Verlag, 16,90 Euro) aufgelegt. "Die Finanzkrise hat die Anleger zunehmend misstrauisch gemacht. Die Bereitschaft ist gestiegen, sich nun selbst mit dem Thema Geldanlage zu beschäftigen", sagt Verbraucherschützer und Buchautor Nauhauser. Im Folgenden stellen wir eine Auswahl an populären Irrtümer aus dem Buch in Kurzform vor.