Sparbuchzins statt attraktiver RenditeDoch zumindest langfristig denkende Anleger sollten das Thema Inflationsschutz bei ihren Investments beachten. Denn selbst die - historisch gesehen eher niedrige - Teuerungsrate von 2,0 Prozent kann eine attraktive Rendite schnell zum mickrigen Sparbuchzins verkümmern lassen.
So verliert bei einer Inflationsrate von beispielsweise jährlich zwei Prozent ein unverzinslich angelegtes Anfangskapital nach 20 Jahren etwa 33 Prozent seines realen Kaufkraftwertes. Der Ausgleich der Inflationsrate - und somit die reale Kapitalerhaltung - sollte also oberstes Ziel bei der Planung der Altersvorsorge sein.
"Das jüngste Inflationswachstum ist ein nützlicher Hinweis, dass besonders langfristig ausgerichtete Investoren wie Pensionskassen sich in ihrer Asset Allokation gegen Inflation absichern müssen", sagt Richard Urwin, Global Head of Economics und Asset Allocation beim Investmenthaus BlackRock. Das Vorgehen hänge stark von individuellen Umständen wie dem regulatorischen Umfeld oder dem speziellen Profil der Zahlungsverpflichtungen ab.
"Generell sollten Anleger Investitionen in Anlageklassen prüfen, die inflationsbezogene Eigenschaften haben - beispielsweise Immobilien, vor allem solche mit inflationsbezogenen Mietverträgen, Aktien, Rohstoffe einschließlich Gold und andere alternative Anlagen in Infrastruktur oder Forstwirtschaft", rät der Anlageexperte. Dort, wo eine direkte Absicherung nötig sei, könnten auch inflationsbezogene Staatsanleihen genutzt werden, einen angemessenen Absicherungsgrad zu erreichen.