Die Länder Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien - die sogenannten PIIGS-Staaten - schuldeten dem Institut Ende März einen Gesamtbetrag von 39,2 (Ende 2009: 39,1) Mrd. Euro. Das teilte die HRE am Freitag in München mit.
Der größte Batzen entfällt auf Italien mit 26,8 Mrd. Euro. In Griechenland stecken 7,8 Mrd. Euro, in Spanien 2,7 Mrd. Euro und in Portugal 1,6 Mrd. Auf Irland entfällt mit 260 Mio. Euro der geringste Anteil.
Hinzu kommen insgesamt noch einmal gut 41 Mrd. Euro Risiken, die die HRE aus Krediten an staatliche Instituten, Kommunen oder Staatsfirmen in diesen Ländern zu fordern hat.
Zum Vergleich: Die Commerzbank , deren Tochter Eurohypo wie die HRE im Staats- und Immobilienkreditgeschäft tätig ist, hat in den fünf derzeit besonders im Fokus stehenden Ländern ein Gesamtengagement von 26,5 Mrd. Euro.
"Das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres war das beste seit Herbst 2008", sagte die neue Vorstandschefin Manuela Better. Die HRE sei auf einem guten Weg, den Verlust im laufenden Jahr trotz zusätzlicher Aufwendungen für die geplante Abwicklungsanstalt weiter zu verringern. Dort sollen Risikopapiere hin verlagert werden. "Wir gehen dennoch unverändert davon aus, nicht vor 2012 in die Gewinnzone zurückkehren zu können", sagte Better.
Belastet wurde das Ergebnis in den ersten drei Monaten erneut von der Risikovorsorge. Für den möglichen Ausfall fauler Kredite legte die Bank 260 Mio. Euro zurück. Die HRE war nach der knapp verhinderten Pleite und staatlichen Hilfen von mehr als 100 Mrd. Euro im Herbst vergangenen Jahres vollständig vom Bund übernommen worden. Unter dem Strich häufte die vom Steuerzahler gestützte Bank 2009 ein Minus von rund 2,2 Mrd. Euro an.