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Vor einem Bundesgericht in Manhattan wurde eine Zivilklage gegen Deutschlands größtes Geldhaus eingereicht. Die Anklage fordert Schadensersatz, der sich auf mehr als 1 Mrd. Dollar belaufen könnte. Die Deutsche-Bank-Aktie weitete nach Bekanntwerden der Nachricht ihre Verluste aus. Das Papier notierte zeitweise mehr als drei Prozent schwächer.
"Nach unserer Einschätzung entbehrt die Klage gegen MortgageIT und die Deutsche Bank jeder Grundlage. Wir werden uns mit allen rechtlichen Mitteln gegen die Klage zur Wehr setzen", sagte ein Sprecher des Geldhauses. Die Staatsanwaltschaft kündigte für 19 Uhr deutscher Zeit eine Pressekonferenz an.
Konkret werfen die USA der Deutschen Bank und ihrer 2007 erworbenen Tochter MortgageIT Betrug im Zusammenhang mit einem Bundesprogramm vor, bei dem Hypotheken ausgesucht wurden, die dann vom US-Staat versichert wurden. Die Angeklagten hätten bei der Auswahl der Kredite keine Rücksicht darauf genommen, ob die Kreditnehmer die Ratenzahlungen leisten können, so der Vorwurf.
MortgageIT soll demnach zwischen 1999 und 2009 mehr als 39.000 Hypotheken mit einem Gesamtwert von mehr als 5000 Mrd. Dollar gutgeheißen haben, die dann von der Bundesbehörde Federal Housing Administration (FHA) versichert wurden. Damit stand der amerikanische Steuerzahler dafür gerade. Die Regierung wirft dem Untenehmen vor, vom Weiterverkauf der Hypotheken profitiert zu haben - während Tausende Eigenheimbesitzer in die Pleite getrieben wurden und ihre Häuser verloren. Mehr als 386 Mio. Dollar habe die Regierung als Folge auszahlen müssen, mehrere Hunderte Millionen Dollar drohten hinzuzukommen.