Der Kapitalismus ...
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Antwort 1:
ist gut, wie er ist
16%
Antwort 2:
muss erneuert werden
47%
Antwort 3:
war noch nie gut
18%
Antwort 4:
wird sowieso untergehen
18%
7397 Stimmen
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Erstens ist dieses Umdenken notwendig, weil die Menschen es fordern. Vom Zuccotti-Park bis zum Tahrir-Platz gehen die Menschen auf die Straße und sagen, dass das jetzige System für zu viele Bürger nicht funktioniert.
Zweitens hat die Finanzkrise deutlich gemacht, dass die Richtung, die wir eingeschlagen hatten, instabil und unhaltbar war. Zwar hat das weltweite Wirtschaftssystem vielen Vorteile verschafft, doch es hat Ungleichheiten innerhalb von Ländern und zwischen Nationen verschlimmert. Zu viel Ungleichheit schadet nicht nur den Armen und zerstört die Träume der Mittelschicht, sie behindert auch Produktivität und Wachstum.
Zu guter Letzt stärkt die zunehmende Verflechtung die Verbindung zwischen dem Wohlstand zu Hause und dem im Ausland. Es ist schwierig, Dinge zu verkaufen, wenn die Menschen sie sich nicht leisten können. Hinzu kommt, dass wirtschaftliche Entbehrung der Nährboden für politischen Unmut mit all seinen teuren Konsequenzen ist. Daher haben wir ein entscheidendes Interesse am Schicksal anderer - ein Interesse, das über Mitgefühl hinausgeht und sich auf politische Stabilität und wirtschaftliche Sicherheit erstreckt.
Wie ändern wir den Kurs, damit sozialer und wirtschaftlicher Fortschritt einhergehen? Haiti ist ein Lehrstück: Als ich kürzlich zum Gedenken des verheerenden Erdbebens vor zwei Jahren in das Land reiste, konnte ich dort eine greifbare Veränderung spüren. Vieles hat mit dem Fokus und dem Tatendrang der neuen Regierung zu tun. Doch vieles ist auch der Herangehensweise von Haitis Freunden und Partnern zuzuschreiben - ein Ansatz, der sich stärker darauf konzentriert, Menschen und Gemeinden Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, statt Lösungen von außen aufzudrücken.
Mein guter Freund Denis O'Brien und sein Unternehmen Digicel Group beschäftigen 70.000 Haitianer. Sie haben auch den berühmten Eisernen Markt aus dem 19. Jahrhundert wiederaufgebaut: eines der Wahrzeichen der Hauptstadt, um Arbeitsplätze zu schaffen und das Bildungswesen zu unterstützen, damit Arbeiter besser ausgebildet werden. Ein weiteres Beispiel aus Haiti ist ein von der Carlos-Slim-Stiftung und Frank Giustra eingerichteter Fonds, der in Unternehmer investieren will.