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Merken   Drucken   14.01.2012, 09:00 Schriftgröße: AAA

Kapitalismus in der Krise: Vikram Pandit - Das richtige Maß Kapitalismus

Die Finanzbranche hat Vertrauen eingebüßt. Eine marktorientierte Regulierung könnte das ändern.
© Bild: 2011 Reuters/BOBBY YIP
Kommentar Die Finanzbranche hat Vertrauen eingebüßt. Eine marktorientierte Regulierung könnte das ändern. von Vikram Pandit
Vikram Pandit ist Vorstandschef der Citigroup. Zuvor war er Investmentbanker bei Morgan Stanley.

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Es überrascht kaum, dass die Finanzkrise und die anhaltenden wirtschaftlichen Turbulenzen so manchen veranlassen, den Wert des Kapitalismus infrage zu stellen. Doch die Krise ist eigentlich nicht dem Kapitalismus anzulasten. Vielmehr sollte sie als Appell verstanden werden, ihn in der Praxis zu verbessern.
Es wurden viele Lösungen angeboten, wie die Sicherheit des Finanzsystems gestützt werden kann, unter anderem das Dodd-Frank-Gesetz und höhere Eigenkapitalanforderungen im Rahmen des Basel-Prozesses. Ich befürworte beides. Aber ich glaube auch, ein marktorientierter Mechanismus würde das System noch mehr stärken.
Gerade müssen die Banken ein bestimmtes Kapitalniveau im Verhältnis zu ihren ausstehenden Krediten halten. Aufsichtsbehörden legen diese Anforderungen ausgehend von ihrer Beurteilung der Marktrisiken und Worst-Case-Szenarien fest.
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Dieses Herangehen hat seine Grenzen. In der Praxis wird der formelle Bankensektor bei Weitem am stärksten unter die Lupe genommen. Der Rest des Feldes bleibt für Finanzunternehmen offen, die keine Banken sind und abseits dieses Regulierungsschirms andere Kunden bedienen können. Und es setzt ein gewisses Maß an Hellsichtigkeit voraus, die kein Aufsichtsgremium besitzen kann.
Lässt sich eine Lektion aus der vergangenen Krise ziehen, dann die, dass die bestinformierten Beobachter der Märkte - und die Märkte selbst - nicht immer vorhersehen können, was als Nächstes geschehen wird.

Teil 2: Risiko ist nicht gleich Risiko

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Kommentare
  • 17.01.2012 19:08:42 Uhr   birdie: ehr Nordkorea als Kapitalismus

    Ich hatte ein Konto bei der Citibank in USA. nachdem die Citibank ihr Endkundengeschäft in Deutschland aufgegeben hatte und ich einige Zeit nicht in den USA war, fanden ca. 3 Jahre keine Kontobewegungen statt. Auf eine entsprechende Nachfrage meldete ich mich über die angegebene Telefonnummer und sagte, daß es mich noch gibt und das ich bei meinem nächsten Besuch in den USA das Konto wieder verwenden werde. Nach einer weiteren Anfrage wurde ich beim nächsten Anruf zu einem Callcenter mit einem Mitarbeiter, der einen ausgeprägt indischen Akzent sprach, verbunden. Diesem war der Fall wohl zu kompliziert, also legte er einfach auf.
    In der Folge wurde der Kontobestand (nicht viel, aber für den Notfall genung um Hotel und Mietwagen zu bezahlen) kommentarlos einkassiert und das Konto geschlossen. Bei einem Konto in Nordkorea oder Kuba hätte mich das weniger gewundert - aber eine Enteignung ist kein typisch kapitalistisches Vorgehen.
    Nach einigem Hin und Her soll mir jetzt wohl der Betrag (nach mehr als 15 Monaten) erstattet werden.

  • 17.01.2012 10:48:27 Uhr   Strichnid: Thema verfehlt
  • 15.01.2012 15:45:21 Uhr   Marvin: Reformvorschlag
  • 14.01.2012 20:47:20 Uhr   Testophant: Es gibt doch eine Bank, welcher ..
  • 14.01.2012 15:27:10 Uhr   SamsamSamstag: System ohne Verantwortung?
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