Wer Angst vor Risiko hat, kann sich an den Strategien von Portfoliomanagern orientieren. Deren Geheimrezept lautet derzeit: risikogesteuert investieren. Doch nicht alle Strategien sind für Privatanleger geeignet. von Sarah Sommer
Inzwischen verlassen sich immer weniger Anleger auf Erfahrungswerte aus der Vergangenheit und auf einfache Faustformeln. Stark schwankende Kurse und die Bärenmärkte der vergangenen Jahre haben Investoren den Mut genommen und ihre Sinne für Risiko geschärft. Eine aktuelle Umfrage von Allianz Global Investors unter institutionellen Investoren zeigt: Portfoliomanager fürchten die Folgen der zunehmenden Volatilität und das mögliche Eintreten von Extremereignissen. Deshalb legen sie bei der Portfoliogestaltung den Fokus auf eine risikobasierte Auswahl von Vermögenswerten.
"Anleger registrieren mit wachsendem Unbehagen, dass die Vernetzung der Risiken vor dem Hintergrund extremer Marktbewegungen zu bisher undenkbaren, systemischen Risiken führen kann", sagt Thomas Wiesemann, Chief Market Officer von Allianz Global Investors (AGI) in Europa.
Aber was tun, wenn die Erfahrungswerte der Vergangenheit keinen Anhaltspunkt mehr für zukünftige Marktrisiken bieten? Institutionelle Investoren setzen auf komplexe, dynamische Risikomanagementstrategien mit regelmäßigen Umschichtungen des Portfolios, belegt die Umfrage. "Dynamische Risikomanagementstrategien sind für Anleger, die diese schwierige Marktphase mit einem begrenzten Risikobudget überwinden müssen, schlichtweg eine Notwendigkeit geworden", sagt Wiesemann.
Für eine solche risikogesteuerte Investitionsstrategie nutzen Profianleger verschiedene Modelle. Wer sich als Privatanleger daran versuchen möchte, sollte allerdings genau aufpassen, nach welchem Modell er sein Portfolio aufbauen will. Nicht jede Strategie der Profis lässt sich so einfach umsetzen.
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