Häufig können Kunden Sonderkonditionen über Vermittler vereinbaren
Wer sich auf einen Finanzmakler statt auf Hausbank oder Bausparkasse verlässt, sollte aber auf der Hut sein. "Einige Vermittler sind mit der Provision nicht zufrieden", so Max Herbst, Inhaber der FMH Finanzberatung. Die Vergütung in Höhe von ein bis zwei Prozent der Darlehenssumme haben die meisten Banken schon in den Zinssatz eingearbeitet. Manche Vermittler verlangen trotzdem ein zusätzliches Honorar vom Kunden, das sie als Bearbeitungsgebühr, Vermittlungs- oder Kontaktaufbereitungsentgelt bezeichnen. Bankmitarbeiter seien allerdings auch nicht besser. "Vor allem Volksbanken und Sparkassen verkaufen dem Kunden zusätzlich zum Darlehen gerne noch einen Bausparvertrag", sagt Herbst: "Das würde kein seriöser Vermittler machen."
Ein zwischengeschalteter Vermittler hat einen besseren Marktüberblick als der Kunde. Er kann zum Teil Angebote von 200 Banken gleichzeitig abfragen. "Auf dem Fußweg als Einzelkämpfer ist das nicht hinzubekommen", sagt Hartmut Schwarz, Baufinanzierungsexperte der Verbraucherzentrale Bremen. Die Zinssätze der Darlehen sind über den Makler oft 0,25 bis 0,5 Prozent günstiger als bei den Banken. "Die Vermittler bekommen ganz andere Konditionen, weil sie den Kreditinstituten große Geschäftsvolumina bringen", sagt Schwarz. Eine Ausnahme ist die ING-Diba. Hier gibt es immer die gleichen Zinssätze, ob der Kunde einen Vermittler einschaltet oder nicht.