Finanzkennzahlen Intercell
Der bislang größte Erfolg der Wiener ist die Entwicklung eines Impfstoffs gegen Japanische Enzephalitis (JE) - eine Infektionskrankheit, die von Moskitos übertragen wird und an der jedes Jahr 50.000 Menschen erkranken. Bereits 2006 hat das Mittel die zulassungsrelevante klinische Phase III erfolgreich durchlaufen.
Nun wartet Intercell auf die Vermarktungszulassungen für Europa, die USA und Australien. "Es kann jeden Tag so weit sein", sagt eine Konzernsprecherin. Sobald die Bescheide der Behörden da sind, kann die Vermarktung starten, die Impfstoffproduktion läuft bereits auf Hochtouren. In den USA sollen als Erstes das Militär sowie die beiden Vertriebspartner
Novartis und CSL Limited beliefert werden. Das Marktpotenzial für den Impfstoff beziffert Intercell auf rund 250 Mio. Euro.
Gelingt alles wie geplant, steht Intercell erneut ein profitables Jahr bevor. Vontobel Research erwartet für 2008 einen Nettogewinn von 13 Mio. Euro oder 28 Cent je Aktie, was leicht über dem Analystenkonsens liegt. Eingerechnet sind dabei erste JE-Verkäufe an das US-Militär sowie Zahlungen des Vertriebspartners Novartis, der sich im Rahmen der Partnerschaft auch mit 15,9 Prozent an Intercell beteiligt hat. Die Experten von Vontobel stufen den ATX-Titel derzeit mit "Halten" ein.