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28.05.2008, 11:58
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Guter Draht zu Investoren
Einer Studie zufolge haben deutsche Konzerne ihr Informationsangebot für Anleger im Netz klar verbessert. Kleinere Firmen müssen dagegen noch nachbessern.
von Christoph Hus
Deutsche Aktiengesellschaften kümmern sich immer besser um ihre Investoren. Die Qualität der Investor-Relations-Internetseiten hat im vergangenen Jahr deutlich zugelegt. Das ist das Ergebnis einer Vergleichsstudie der Kölner Kommunikationsagentur Netfederation. Die Autoren haben die Seiten aller 110 Kapitalgesellschaften unter die Lupe genommen, die in den Aktienindizes
Dax ,
MDax und
TecDax vertreten sind.
Das Hauptaugenmerk der Tester lag auf folgenden Punkten: Technologie, Design, angebotener Service und Aufbereitung der Themen. Zu den Siegern im Ranking der Dax-Unternehmen zählen die Chemiekonzerne
BASF und
Bayer sowie die
Deutsche Post . Am schlechtesten schnitten unter den Firmen des Standardwerteindex
Fresenius Medical Care ,
Merck und
Hypo Real Estate ab. Im Nebenwerteindex MDax fielen den Testern die Seiten von
KS und Fresenius positiv auf, im TecDax machten die
Software AG und
Epcos das Rennen.
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Bilderserie: Die besten Konzern-Websites der Welt
"Die auffälligsten Veränderungen sind neuartige Anwendungen", sagt Thorsten Greiten, Geschäftsführer von Netfederation. So sind auf einem Drittel der Seiten inzwischen sogenannte RSS-Feeds verfügbar, die Aktionäre ähnlich wie ein Nachrichtenticker automatisch mit aktuellen Meldungen versorgen. Zudem haben viele Unternehmen neue Investor-Relations-Seiten online geschaltet, die für das Lesen auf mobilen Geräten optimiert worden sind. Auch Tonaufzeichnungen im Internet - sogenannte Podcasts - für Investoren gehören zu den neuen Angeboten. Damit lassen sich Unternehmensmeldungen per Audiodatei herunterladen.
| Die Top-5-Unternehmen aus jedem Index mit den besten Internetseiten |
| Rang |
Dax |
MDax |
TecDax |
| 1 |
BASF |
K+S |
Software AG |
| 2 |
Deutsche Post |
Fresenius |
Epcos |
| 3 |
Bayer |
Heidelberger Druckmaschinen |
Ersol Solar Energy |
| 4 |
ThyssenKrupp |
Hannover Rückversicherung |
Morphosys |
| 5 |
RWE |
Deutsche Euroshop |
IDS Scheer |
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Außerdem haben viele Konzerne grundlegende Verbesserungen vorgenommen, die Experten schon seit Langem angemahnt hatten. So stellen immer mehr Konzerne ihre Geschäftsberichte nicht mehr nur als PDF-Dokumente online, sondern auch als HTML-Seiten. "So können Investoren Informationen leichter finden", sagt Greiten.
Kursinformationen und Charts
Positive Veränderungen hat Net Federation allerdings nicht bei allen untersuchten Unternehmen festgestellt. "Die Kluft zwischen den sehr guten Seiten und den minderwertigen ist stark gestiegen", sagt Greiten. "Während ein Großteil der Unternehmen versucht, die eigene Seite stetig weiterzuentwickeln, gibt es immer noch eine ganze Reihe von Konzernen, denen die Onlinekommunikation mit Anlegern und Analysten offensichtlich nicht sehr am Herzen liegt." Vor allem die kleineren Kapitalgesellschaften müssen ihre Internetauftritte erheblich nachbessern. Von den zehn Unternehmen mit den schlechtesten Noten kommen neun aus dem TecDax. Schlusslicht im Ranking ist die Solon AG.
So fehlen auf manchen Seiten immer noch grundlegende Informationen - zum Beispiel eine Antwort auf die Frage, warum Anleger die Aktie des Unternehmens kaufen sollten. Das beinhaltet detaillierte Angaben über den betreffenden Markt, die Stärken des Unternehmens, die Risiken sowie die Wachstumsstrategie. "Wer diese Fragen nicht beantwortet, wird Investoren kaum überzeugen können", sagt Greiten.
Teil 2: Die Deutschen gehören zu den Vorreitern
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Aus der FTD vom 28.05.2008
© 2008 Financial Times Deutschland,
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