Ein Einfamilienhaus mit Solarzellen auf dem Dach
Jetzt sehen die RWI-Forscher das Ende der Erholung gekommen. "Die Preise haben ein so hohes Niveau erreicht, dass weitere Anstiege nicht realistisch sind", sagt Schmidt. Nur Neubauten könnten auch künftig wegen steigender Grundstückspreise und Materialkosten teurer werden.
Die Prognose basiert auf dem Immobilienpreisindex des Internetvermittlers Immobilienscout24, der bundesweit über zehn Millionen Angebote für Eigenheime und Eigentumswohnungen umfasst. Dem Index zufolge sind die am Markt geforderten Preise für neue Wohnungen und Eigenheime im Oktober bundesweit erstmals wieder leicht gefallen, ebenso die durchschnittlich für Wohnungen geforderten Mieten. Die Preise für bestehende Wohnungen und Einfamilienhäuser sind bereits seit Sommer leicht gesunken.
Zu einem anderen Ergebnis kommt der HPX-Preisindex des Finanzierungsdienstleisters Hypoport. Danach verteuerten sich Eigentumswohnungen im Oktober um 1,4 Prozent, Ein- und Zweifamilienhäuser um 0,3 Prozent. "Wir sehen kein Anzeichen für eine Stagnation oder ein Absinken der Preise", so Hypoport-Vorstand Stephan Gawarecki. Der HPX basiert auf tatsächlich gezahlten Kaufpreisen, es fließen aber nur rund 3000 Verkaufsfälle aus Deutschland im Monat ein. "Unsere Datenbasis ist sehr viel größer", so RWI-Mann Schmidt.