Volksrepublik sorgt für starke Nachfrage
Bemühungen um direkte BeteiligungenIn einem typischen Deal unter-zeichneten die australische Waratah Coal und die Metallurgical Corporation of China (MCC) kürzlich eine Absichtserklärung zur Ausbeutung von 1,4 Milliarden Tonnen Kohle im Galilee-Becken in Queensland.
Demnach wird MCC Ingenieursleistungen liefern, zur Finanzierung beitragen - und dafür jedes Jahr 30 Millionen Tonnen Kohle abnehmen dürfen. Der brasilianische Ölkonzern Petrobras hatte im Februar mit den chinesischen Ölkonzernen Sinopec und CNPC die Lieferung von bis zu 160.000 Barrel Öl pro Jahr vereinbart und bekommt dafür eine Kreditlinie der China Development Bank von über 10 Mrd. $.
Zugleich bemüht China sich um direkte Anteilskäufe an Ölfeldern - beispielsweise im Mittleren Osten und Afrika - oder Minenkonzernen. Derzeit muss Australien entscheiden, ob Chinas Aluminiumgigant Chinalco seinen Anteil am heimischen Minenkonzern Rio Tinto von 12 auf 18 Prozent erhöhen und damit der wichtigste Einzelaktionär werden darf.
Australiens Ministerpräsident Kevin Rudd soll den Deal unterstützen. Australien prüft jeden Einzelfall - so erlaubte es im Mai dem chinesischen Stahlkonzern Anshan Steel, bis zu 36,28 Prozent am Erzförderer Gindalbie Metals zu kaufen. Im März aber blockierte es aus Sicherheitserwägungen die Übernahme des Gold- und Kupferproduzenten OZ Minerals durch Chinas staatlichen Metallgiganten Minmetals.