Wichtigster Rohstoff-Index auf Erholungskurs
Inflationäre EntwicklungImmerhin haben die Zentralbanken die Chance dagegenzusteuern. Doch sieht er eine andere, schlimmere Gefahr: "Die Notenbanken kaufen toxische Papiere für heimische Währung, das heißt, sie tauschen in ihrer Bilanz Qualität gegen Papiere minderer Qualität, bei denen absehbar ist, dass sie nicht zurückgezahlt werden."
Für die auf der anderen Seite der Notenbankbilanz stehende Währung bedeutet dies, dass sich auch deren Qualität verschlechtert, die Währung also an Wert verliert. "Irgendwann werden die Menschen das erkennen", sagt Finanzprofi Rapp. "Ein Vertrauensverlust in den Wert der Währung setzt ein, und dann werden die Ersten damit beginnen, die Preise für ihre Produkte zu erhöhen."
Das wäre der Beginn einer inflationären Entwicklung. In solchen Zeiten, das lehrt die Vergangenheit, suchen Anleger nach Sicherheit. Sie investieren in reale Anlagen, die, anders als Geld, das durch die Inflation entwertet wird, dem Werterhalt dienen. Wie in den Siebzigerjahren. Damals lag die Inflationsrate zeitweise dauerhaft bei über sechs Prozent pro Jahr. "Der Preis für Gold, das klassische Mittel zur Wertaufbewahrung, stieg aber von 1972 bis Ende der Siebzigerjahre von 50 auf 600 $", sagt Eibl.