Neue Hiobsbotschaften aus Griechenland und den anderen hochverschuldeten Ländern der Euro-Zone lassen die Gemeinschaftswährung abstürzen. Auch die Aussicht auf neue Lösungen der Krise schafft kein Vertrauen.
Der Euro ist in der Nacht zum Montag auf den tiefsten Stand seit September 2010 gefallen. Der Grund sind die Sorgen über eine Eskalation der europäischen Schuldenkrise. Ein Euro wurde in Tokio mit 1,2687 Dollar bewertet nach einem Schlusskurs von 1,2719 Dollar in New York. Im Verlauf fiel er zeitweilig auf 1,2666 Dollar.
Der Euro ist aufgrund der erneuten Verschlechterung der Lage in den hoch verschuldeten südeuropäischen Staaten unter Druck, nachdem er noch mit Notierungen über 1,30 Dollar in das laufende Jahr gestartet war. Seit Mittwoch sorgten vor allem Berichte über neue Probleme in Griechenland für Kursverluste. Ohne einen besseren Ausblick für die Euro-Zone werde es für die Gemeinschaftswährung keine wirkliche Erholung geben, sagte Rob Ryan von BNP Paribas.
Am Montag beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Präsident Nicolas Sarkozy über das weitere Vorgehen in der Schuldenkrise. Dabei geht es nicht nur um die Umsetzung des "Fiskalpaktes", der die Euro-Länder sowie EU-Staaten zu mehr Haushaltsdisziplin verpflichten soll. Berlin und Paris loten auch Wege für mehr Wachstum und Beschäftigung aus. Thema im Kanzleramt dürften zudem die stockenden Milliarden-Hilfen für Griechenland sein sowie die Finanzierung des Rettungsschirms ESM, der Mitte 2012 starten soll.
Möglich ist auch, dass sich Merkel und Sarkozy über die geplante Einführung einer Finanztransaktionssteuer absprechen. Paris erwägt notfalls einen Alleingang. Zur Sprache kommen dürfte auch die drohende Herabstufung der Kreditwürdigkeit Frankreichs und anderer Euro-Länder. An diesem Mittwoch trifft sich Italiens Regierungschef Mario Monti mit Merkel.
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