Ein Regierungssprecher sagte in einem Radio-Interview, dass das Lands hart arbeiten müsse und dem eingeschlagenen Reformweg strikt folgen müsse, um den Ausstieg aus dem Euro zu vermeiden. Angesprochen auf die Äußerungen Provopoulos' sagte er: "Es gibt keinen Grund, Panik zu verbreiten, indem wir sagen, wir kehren zur Drachme zurück. Das können wir vermeiden durch harte und systematische Arbeit."
In seiner Neujahrsansprache bereitete Regierungschef Lucas Papademos sein Land auf "schwierige Tage" vor: "Es gibt keine Wunderlösungen." Alle Bemühungen müssten fortgesetzt werden, damit die Krise nicht zu einer "unkontrollierbaren katastrophalen Zahlungsunfähigkeit" führe.
Derzeit kämpft das Land darum, die Anforderungen der Troika aus den Geldgebern des Internationalen Währungsfonds, der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank zu erfüllen, um Hilfskredit zu bekommen. "Wir sollten es nicht als selbstverständlich hinnehmen, dass wir der Gefahr entkommen sind. Große Probleme liegen vor uns, die Verhandlungen mit der Troika sind schwierig, die Wirtschaft ist in sehr schlechter Verfassung. Strukturelle Reformen sind notwendig, um das Vertrauen wieder herzustellen", sagte der Regierungssprecher.
Papademos betonte, die kommenden drei Monate bestimmten die Zukunft des vom Bankrott bedrohten Landes für Jahrzehnte. Bis Mitte März soll eine in den griechischen Medien als "Supertranche" bezeichnete Zahlung in Höhe von 89 Mrd. Euro von den internationalen
Geldgebern kommen. Ende März muss Athen 14,5 Mrd. Euro für fällige Anleihen zahlen.