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20.09.2011, 07:59
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Schuldenkrise:
S&P stuft Italien herunter
Tiefschlag für Italien mitten in der Schuldenkrise: Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit Italiens von "A+" auf "A" herabgestuft, der Ausblick "negativ". Das schickt die Tokioter Börse auf Talfahrt - und lässt den Euro zeitweise einbrechen.
Die Kreditwürdigkeit Italiens wird von der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) nur noch mit der Note "A/A-1" bewertet. Das ist eine Stufe niedriger als die bisherige Note "A+/A-1+". Der Ausblick für die weitere Bewertung bleibe negativ, teilte die Agentur mit. Die Herabstufung durch S&P kam unerwartet. Der
Euro rutschte danach deutlich ab. Zeitweise kostete er weniger als 1,36 Dollar. Zuletzt notierte die europäische Gemeinschaftswährung wieder etwas oberhalb dieser Marke.
Die Tokioter Börse fiel im frühen Handel um 1,4 Prozent. Der
Nikkei -Index verlor 1,4 Prozent auf 8740 Punkte. Der breiter gefasste
Topix gab 1,5 Prozent nach auf 756 Zähler. Investoren befürchten, dass der S&P-Schritt zu einer Ausweitung der europäischen Schuldenkrise führen könnte.
Kursinformationen und Charts
"Der Markt konzentriert sich auf die Situation in Europa", sagte Analyst Yumi Nishimura von Daiwa Securities. Vor Beginn der zweitägigen Sitzung der US-Notenbank (Fed) agierten die Anleger allerdings vorsichtig. Das begrenze die Verluste. Von der Fed werden weitere Schritte zur geldpolitischen Lockerung erwartet.
Am Montagabend war der Euro wegen der positiv aufgenommenen Ergebnisse einer Telefonkonferenz der Troika aus EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) mit dem griechischen Finanzminister Evangelos Venizelos zeitweise über 1,37 Dollar gestiegen.
Teil 2: S&P glaubt nicht an Berlusconi-Erfolg
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FTD.de, 20.09.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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