Die Zentralbank in Peking soll die Mittel des Staatsfonds CIC aufstocken
Der Staatsfonds war 2007 mit dem Ziel eingerichtet worden, einen Teil der chinesischen Devisenreserve in Aktien anzulegen. Damals belief sich die Reserve auf 1500 Mrd. Dollar, mittlerweile hat sich dieser Betrag verdoppelt.
Chinesische Unternehmen häufen durch ihre Exporte in alle Welt große Mengen an ausländischen Währungen auf, die sie bei der Notenbank in Peking in den heimischen
Renminbi zurücktauschen. Die dabei eingenommenen Fremdwährungen werden überwiegend von der Devisenbehörde Safe verwaltet. Ein Großteil der Mittel werden in US-Staatsanleihen investiert, Ende Februar saß China laut Schätzungen des US-Finanzministeriums auf Treasuries im Wert von 1154 Mrd. Dollar.
Die Papiere werfen allerdings nur eine geringe Rendite ab. Überdies ist ihr Marktwert in hohem Maße von der amerikanischen Geldpolitik abhängig. So könnten die Kurse fallen, wenn die US-Notenbank wie erwartet Ende Juni ihre milliardenschweren Anleihekäufe zur Stützung der Konjunktur beendet. Peking hat deshalb wiederholt angekündigt, seine Devisenreserve umschichten zu wollen.
Spezialfonds für Rohstoffe und Devisenhandel geplant
Neben einer Aufstockung des derzeit rund 300 Mrd. Dollar schweren Staatsfonds CIC erwägt Peking offenbar die Einrichtung neuer Vermögensverwaltungsgesellschaften. Geplant seien mindestens ein Fonds für Investitionen in Energierohstoffe und Edelmetalle sowie ein weiterer für den Devisenhandel, berichteten chinesische Zeitungen am Montag.