Trotz Krise:Privatvermögen der Deutschen übersteigt 10.000 Mrd. Euro
Mit ihrem Geld und Immobilienbesitz könnten die Bundesbürger die Staatsschulden der gesamten Euro-Zone tilgen. Trotz steigenden Wohlstands bleibt das Engagement in Aktien gering.
Während die Regierungen in der Krise jeden Cent zusammenkratzen, haben die Menschen in Deutschland mehr als 10.000 Mrd. Euro Vermögen angehäuft. Die Hälfte der Summe entfalle auf Immobilienbesitz, teilte der Bundesverband deutscher Banken am Mittwoch auf Basis von Bundesbank-Daten für das dritte Quartal 2011 mit.
Nicht berücksichtigt sind dagegen Sachvermögen wie Autos, Möbel, Schmuck und Kunstsammlungen. Zieht man die 1500 Mrd. Euro Kreditschulden ab, bleibt ein Nettovermögen von mehr als 8000 Mrd. Euro. Das entspricht den Schulden aller 17 Euro-Staaten: Sie lagen laut der europäischen Statistik-Behörde Eurostat im dritten Quartal bei 8200 Mrd. Euro.
Die Deutschen setzen gerade beim Finanzvermögen auf Sicherheit:
Von den knapp 4700 Mrd. Euro Geldvermögen entfallen mehr als zwei
Drittel auf Bargeld, Spar- und Festgeldkonten sowie Ansprüche
gegenüber Versicherungen. Nur fünf Prozent der Deutschen sind in Aktien investiert.
Alleine das Geldvermögen hat sich in den vergangenen 20 Jahren
fast verdreifacht: Es stiegt von 1750 Mrd. Euro im ersten
Quartal 1991 auf zuletzt 4662 Mrd. Euro. Im zweiten Quartal 2011 hatte es vorübergehend sogar 4725 Mrd. Euro erreicht, ein Rekord.
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