Wolfgang Schäuble schimpft gern gegen "Schbegulannden"
Warum nicht mit dem billigen Geld selbst den "Schbegulannden" geben, respektive: den "Mappus" machen? Baden-Württembergs Ex-Ministerpräsident hat das ordnungspolitische Tabu bereits 2010 gebrochen und den Energieversorger EnBW auf Pump gekauft, um mit den Dividenden den Zins zu zahlen. Geniale Rechnung, fand Mappus damals.
Schäuble könnte etwa beim Tagesgeldangebot der
ING-Diba zuschlagen - 1,75 Prozent Zinsen zahlt die Bank für Tagesgeld. Pumpt sich der Bund 1 Mio. Euro am Kapitalmarkt und legt sie ein Jahr bei der Direktbank an, macht das 14.500 Euro Reingewinn, bei konstantem Zins. Vor Abgeltungsteuer natürlich, aber die wäre für Schäuble ja eine Linke-Tasche-rechte-Tasche-Transaktion.
Waschechten Spekulanten sind solche Zinsdifferenzgeschäfte aber zu langweilig. Stefan Mappus hat hier den Maßstab gesetzt. Also direkt rein in die Industrie: 8,7 Prozent Dividendenrendite zahlt die Deutsche Telekom derzeit. Fix 100 Mio. Euro gepumpt und in die T-Aktie gesteckt, das hilft nicht nur dem Wert des noch immer 15-prozentigen Bundanteils, sondern spült auch 8,4 Mio. Euro Überschuss binnen einem Jahr in die Kassen.