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  05.02.2010, 14:14    

Angst vor Domino-Effekt: Griechische Tragödie wird zum weltweiten Drama

Rund um den Globus werden Investoren von Panik erfasst. Die Angst um Portugal, Griechenland, Spanien und weitere EU-Länder führt weltweit zu Ausverkäufen an den Börsen, der Euro fällt. Politik und Notenbanken gelingt es nicht, die Stimmung zu beruhigen.
Die Angst vor Staatspleiten in der Euro-Zone bringt die Märkte rund um den Erdball in Aufruhr. Politiker und Notenbanker versuchen, die Situtaion zu beruhigen, bisher allerdings erfolglos. Die Risikoaufschläge bei Kreditderivaten weiteten sich aus, die Börsen gaben deutlich nach, der Euro wertete gegenüber dem Dollar ab.
"Spannungen in der Euro-Zone könnten 2010 das beherrschende Thema werden", sagte Marco Annunziata, Volkswirt bei Unicredit. "Das wird zwangsläufig dazu führen, dass über Abläufe innerhalb der Währungsunion nachgedacht werden muss." Zudem werde man künftig stärker zwischen Ländern unterscheiden müssen: "Die differenzierte Betrachtung des Risikos wird wesentlich wichtiger werden, als wir es bisher gewohnt waren", sagte Annunziata.
Der griechische Premierminister Giorgios Papandreou bekräftigte seinen Plan, das Haushaltsdefizit von derzeit 12,7 Prozent im Laufe von 2010 um vier Prozentpunkte zu kürzen. "Das Vorhaben ist glaubwürdig", sagte Papandreou. Am Donnerstag hatte Jean-Claude Trichet , Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), die Ankündigungen der Hellenen als "Schritte in die richtige Richtung" bezeichnet.
Die EZB bekräftigte am Freitag diese Haltung. Von einer Belastung des Euro durch das griechische Haushaltsdefizit könne keine Rede sein, sagte Ewald Nowotny, Gouverneur der Österreichischen Nationalbank und Mitglied des EZB-Rats. Er betonte aber, dass Griechenland Haushaltsdisziplin aufbringen müsse. "Die Europäische Kommission und die EZB nehmen das Problem ernst."
Die Staatspleiten-Panik an den Märkten ist…

 

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Auf dem Kapitalmarkt wurden die Aussagen ignoriert. Weltweit brachen die Börsen ein: Der deutsche Leitindex Dax gab am Nachmittag 1,3 Prozent nach, der britische FTSE verlor 2,3 Prozent. Auch in Asien ging es abwärts: Der MSCI-Asia-Pacific-Index fiel um 2,5 Prozent auf 114,72 Zähler. Das ist der tiefste Stand seit rund zwei Monaten. Der Hang-Seng-Index brach um 3,3 Prozent ein und schloss zum ersten Mal seit September unter 20.000 Punkten.
Der spanische Aktienindex Ibex 35 gab 1,6 Prozent nach - und notierte bei 10.074 Punkten. Zwischenzeitlich hatte er bei 9917 notiert. bei Das ist der tiefste Stand seit Juli. Der portugiesische PSI gab rund 2,9 Prozent, der griechische ASE-Index sogar 3,8 Prozent nach - und setzte damit seine Talfahrt den dritten Tag in Folge fort. "Die Anleger reduzieren ihr Risiko und nehmen Gewinne mit", sagte Michael Auyeung, Anlagestratege beim Vermögensverwalter Pacific Index.

Teil 2: Euro auf dem tiefsten Stand seit Mai

  • FTD.de, 05.02.2010
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