Die Finanzkrise trieb Anleger scharenweise in als sicher geltende Anlagen, darunter auch US-Staatsanleihen. Die Renditen fielen entsprechend. Sie bewegen sich bei Bonds gegenläufig zu den Kursen.
Zehnjährige Treasuries rentierten noch Ende Oktober bei 2,33 Prozent. Im Dezember schnellten die Renditen plötzlich nach oben und erreichten ein Siebenmonatshoch von 3,57 Prozent. Mittlerweile haben sie zwar wieder etwas nachgegeben, die Renditen bewegten sich kürzlich zwischen 3,3 und 3,5 Prozent.
Ende der Bondrally?
Die heftige Bewegung hat aber die Debatte darüber befeuert, ob Investoren angesichts der hohen Verschuldung nach einigen Euro-Ländern auch die USA ins Visier nehmen. Zuvor hatte sich Obama mit den Republikanern im Kongress auf die Verlängerung von Steuervergünstigungen sowie weitere Konjunkturhilfen geeinigt.
Auch wenn andere Faktoren wie die rosigeren Konjunkturaussichten und die starke Entwicklung von Aktien die Renditen beeinflussen, warnen Skeptiker, die Zeit extrem niedriger Renditen neige sich dem Ende zu. Noch blieben die Renditen aber stabil niedrig, weil die amerikanische Notenbank Federal Reserve sie über ihre erneuten Käufe von Staatsanleihen drückt - und somit womöglich Aufwärtsdruck aus dem Markt ausgleicht. Die Fed will bis Ende Juni für bis zu 600 Mrd. Dollar Treasuries kaufen.