Kursinformationen und Charts
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Die Herabstufung hatte die Befürchtung ausgelöst, die Refinanzierungskosten der EFSF und damit der Euro-Rettung könnten empfindlich steigen. Die EFSF finanziert mit der Ausgabe von Anleihen und Geldmarktpapieren die Notkredite für Irland und Portugal. Auch das zweite Rettungspaket für Griechenland soll von dem Fonds bezahlt werden.
Schon vor der Verschlechterung der S&P-Note gab es scharfe Kritik an der EFSF. Ihre Ausleihekapazität liegt bei 440 Mrd. Euro. Viele Analysten halten das für unzureichend, um auch die Euro-Wackelkandidaten Spanien und Italien zu stabilisieren. Der Chefökonom der Citigroup, Willem Buiter, forderte am Dienstag in einem Interview mit dem Schweizer "Tagesanzeiger" einen Europäischen Währungsfonds mit einer "Feuerkraft von 3000 bis 4000 Mrd. Euro".
Die hohe Nachfrage nach den EFSF-Geldmarktpapieren zeigt, dass der Fonds sich zumindest um seine kurzfristige Refinanzierung keine Sorgen machen muss. Die Rendite der Sechsmonatspapiere lag nach Angaben der Bundesbank, die den Verkauf abwickelte, bei 0,2664 Prozent. Das ist kaum mehr als die 0,2222 Prozent, die der Rettungsfonds im Dezember für die Emission von Dreimonatsläufern zahlte.
Zu früh für Entwarnung
Der Kurs einer bereits im Handel befindlichen EFSF-Anleihe mit fünf Jahren Laufzeit gab nach der Herabstufung am Montagabend allerdings leicht nach. Im Gegenzug stieg die Rendite um 0,08 Prozentpunkte auf 2,15 Prozent. Insgesamt aber reagierten die Märkte gelassen auf die Entscheidung von S&P. Der
Euro kletterte nach einem starken Anstieg des ZEW-Index für die Konjunkturerwartungen in Deutschland sogar um mehr als ein Prozent.