Lars Hille, bei der
DZ Bank für das Privatkundengeschäft zuständig, hält die Frage nach dem Vergütungsmodell für zweitrangig. "Eine
Bank, die auf ein gutes Verhältnis zu ihren Kunden setzt, wird niemals den Provisionsertrag in den Vordergrund stellen." Er hält Gebühren gerade bei Kleinkunden ebenfalls für eine große Hürde. Am Ende zähle die Qualität der Beratung.
Einen ganz anderen Weg geht die
ING-Diba. Die sechs Millionen Kunden von Deutschlands größter
Direktbank sollen sich bald mit einem Internet-Beratungsprogramm selbst um ihre
Finanzen kümmern können. Bankvorstand Martin Krebs glaubt fest daran, dass Kunden mit einem Vermögen unter 100.000 Euro ihre
Finanzen bis auf wenige Ausnahmen selbst regeln können.
Die Bemühungen der Politik um mehr Transparenz spielen der Honorarberatung in die Hände, zu einem Ende der Provisionsberatung werden sie jedoch nicht führen. Das sei auch nicht die Absicht, heißt es aus dem Verbraucherministerium. Am Ende muss der Kunde entscheiden, welchen Weg er gehen will.