Eine Abwendung vom Dollar wird auch von Ökonomen diskutiert. Weltbank Präsident Robert Zoellick hatte im vergangenen Jahr ein neues Weltwährungssystem mit verschiedenen Leitwährungen gefordert. Dazu zählte er den Dollar, den
Euro , den
Yen , das
Pfund und den
Renminbi - aber auch
Gold . Eine ähnliche Forderung hatte die Handelsorganisation der Vereinten Nationen (UNCTAD) schon 2009 gestellt. Das aktuelle Weltwirtschaftssystem mit dem Dollar als Leitwährung funktioniere nicht und müsse ersetzt werden, so die Uno-Ökonomen damals in einem Bericht. Bekannte Investoren wie
Marc Faber oder Jim Rogers sagen ebenfalls das Ende de Dollars als Leitwährung voraus.
Als wichtigen Schritt dorthin gilt die freie Handelbarkeit der der chinesischen Währung. Die Zeitung "China Daily" berichtet, dass dies in drei Jahren so weit sein könnte. "Falls der Renminbi nicht konvertibel ist, brauchen wir nicht über die Internationalisierung der Währung zu diskutieren, geschweige denn über Sonderziehungsrecht (SDR) als Reservewährung im Korb des Internationalen Währungsfonds (IWF)", zitiert die Zeitung einen chinesischen Ökonomen.
Die Freigabe des Renminbi ist heiß diskutiert. Auf der einen Seite gilt dies als wichtig für den freien Kapitalfluss, auf der anderen Seite fürchten Ökonomen, dass eine vollständige Konvertibilität der Währung hohen Liquiditätsdruck auf China aufbauen wird. Experten erwarten zudem eine steigende Inflation und Blasen etwa auf dem Immobilien- und dem Aktienmarkt.
Auch Gold dürfte in Zukunft auch nach der UBS-Umfrage weiter an Bedeutung gewinnen. Demnach gaben zwar nur sechs Prozent der Befragten an, dass ihr größte Portfolioumschichtung in den kommenden Jahren der zusätzliche Kauf von Gold sein werde. Gleichzeitig gab aber erstmals keiner der Befragten an, in den kommenden zehn Jahren, das Edelmetall verkaufen zu wollen. Ihrer Ansicht nach werde Gold das sich best entwickelnde Investment in diesem Jahr sein - verwiesen wird in diesem Zusammenhang auf wahrscheinliche Staatspleiten. Diese seien zudem die größte Gefahr für die Weltwirtschaft. Zentralbanken haben in diesem Jahr bereits mehr als 150 Tonnen Gold gekauft, so viel wie seit Jahren nicht mehr.