Die Ratingagentur Moody's hat die langfristigen Staatsanleihen von Portugal um vier Stufen von "Baa1" auf "Ba2" und damit auf "Ramsch"-Niveau abgestuft. Der Ausblick sei auf "negativ" belassen worden, teilte Moody's in London mit. Diese Anleihen gelten somit als "nicht geeignet für ein Investment".
Die Wahrscheinlichkeit für ein zweites Hilfspaket sei gestiegen, hieß es weiter bei Moody's. Es gebe größere Bedenken, dass Portugal nicht in der Lage sein werde, die mit der EU und dem IWF vereinbarten Defizitziele zu erreichen. Portugal stehe vor Herausforderungen bei der Kürzung der Staatsausgaben, den Hilfen für das Finanzsystem sowie einer Ankurbelung des Wirtschaftswachstums.
Die Agentur warnte zudem vor weiteren Herabstufungen. Ein solcher Schritt könne erfolgen, falls die Regierung in Lissabon die Sparmaßnahmen nicht umsetze, die Wachstumsprognose sinke oder die Gefahr drohe, dass sich der Privatsektor an zukünftigen Rettungsmaßnahmen beteiligen müsste, hieß es in London.