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"Die Auktion war extrem schlecht. Die immense Höhe der deutschen Schulden lastet auf der Nachfrage", sagte Annalisa Piazza, Strategin bei dem Broker Newedge. Marc Ostwald von Monument Securities sagte: "Das ist ein absolutes Desaster. Wenn selbst die Deutschen gerade einmal eine Deckung von 0,65 für ihre Benchmark-Anleihe hinbekommen, welche Hoffnung besteht dann noch für andere Staaten? Das ist die schlechteste Auktion, die ich in diesem Jahr gesehen habe." Das sei ein deutlicher Hinweis, dass deutsche Bundesanleihen derzeit komplett falsch bewertet seien.
Ein Grund für die Zurückhaltung der Anleger könnte auch der extrem niedrige Zins sein. Die Rendite lag mit 1,98 Prozent erstmals bei einer Erstemission einer zehnjährigen Bundesanleihe unter der Zwei-Prozent-Marke. Nur bei der Aufstockung einer zehnjährigen Anleihe im September lag die Rendite mit 1,80 Prozent noch niedriger.
Ein Sprecher der für die deutschen Emissionen zuständigen deutschen Finanzagentur sagte: "Das Ergebnis der heutigen Auktion spiegelt das äußerst nervöse Marktumfeld wider. Das Ergebnis bedeutet für den Emittenten keinerlei Refinanzierungsengpass für den Bundeshaushalt. Das angestrebte Gesamtvolumen solle nun über Verkäufe am Sekundärmarkt erreicht werden.
Und dieser reagierte umgehend: Am Morgen hatte die Marktrendite für deutsche Anleihen noch bei 1,92 Prozent gelegen. Nach der Auktion legte sie kurzzeitig auf mehr als zwei Prozent zu - zum ersten Mal in diesem Monat. Erstmals seit Oktober stiegen sie damit auch über den Wert für amerikanischen Treasuries. Zehnjährige US-Staatsanleihen rentierten fünf Basispunkte niedriger bei 1,90 Prozent. "Ich bin 'bullish' für Treasuries, weil die Staatsschuldenkrise in Europa nicht so einfach gelöst werden wird", sagte Masazumi Fukuoka, Leitender Händler bei Mitsubishi UFJ der Nachrichtenagentur Bloomberg schon vor der Auktion.