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16.06.2011, 13:49
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Euro-Krise:
Europa verschiebt Lösung zur Griechen-Rettung
© Bild:
2011 dapd
Das geplante zweite Hilfsprogramm wird frühestens Mitte Juli auf den Weg gebracht. Die Auszahlung der bislang zurückgehaltenen Kredittranche scheint aber gesichert. Damit soll eine Staatspleite verhindert werden.
Die Entscheidung über ein neues Rettungspaket für Griechenland verzögert sich mindestens bis Mitte Juli. Das teilte EU-Währungskommissar Olli Rehn am Donnerstag in Brüssel mit. Athen solle Anfang Juli aber eine bislang zurückgehaltene Kredittranche aus dem bestehenden Rettungspaket erhalten. Dies werde die Euro-Gruppe voraussichtlich am Sonntag beschließen, sagte Rehn. "Auf diese Weise werden wir das Szenario eines Zahlungsausfalls vermeiden." Auf den Märkten wurde dies mit Erleichterung aufgenommen: Der
Euro erholte sich von einem Tagestief bei 1,4074 Dollar und übersprang wieder die Marke von 1,41 Dollar.
Wer treibt die Griechen in die Pleite?
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Antwort 1:
Griechische Politiker
40%
Antwort 2:
Die Bundesregierung
4%
Antwort 3:
Die EU-Kommission
3%
Antwort 4:
Die EZB
2%
Antwort 5:
Alle zusammen
39%
Antwort 6:
Niemand. Die schaffen das
12%
13193 Stimmen
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Bislang war die Verabschiedung eines zweiten Rettungspakets für Athen für die kommende Woche geplant. Hauptgrund für diesen Zeitplan war eine Drohung des Internationalen Währungsfonds: Der IWF wollte die Auszahlung der Notkredite aus dem vor einem Jahr aufgelegten Hilfspaket über 110 Mrd. Euro stoppen, solange es keine Sicherheit über die langfristige Finanzierung Griechenlands gebe. Bei einer Blockade der Überweisungen würde Griechenland binnen Wochen zahlungsunfähig.
IWF kommt Europäern entgegen
Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters ist der IWF nun aber bereit, die nächste Kredittranche freizugeben, sofern die EU sich grundsätzlich zu einem weiteren Rettungspaket für Griechenland bekennt. "Die Lage ist klar: Wenn es eine starke Verpflichtung der Europäer zur Unterstützung Griechenlands gibt, wird der IWF das Geld auszahlen", zitierte Reuters ranghohe Kreise der Euro-Zone. In der Mitteilung von EU-Kommissar Rehn hieß es dazu: "Ich glaube, dass wir in Abstimmung mit dem IWF jede Art von Unglücksszenario vermeiden können."
Mit der Freigabe der nächsten Kredittranche in Höhe von 12 Mrd. Euro wäre die Finanzierung Griechenlands nach Rehns Worten bis September gesichert. Damit gewinnt die EU Zeit, um sich über Umfang und Konditionen eines neuen Rettungspakets zu einigen. Die Verhandlungen darüber sind festgefahren, größter Streitpunkt ist die von Deutschland geforderte Beteiligung privater Gläubiger an einem neuen Hilfsprogramm. Rehn äußerte die Erwartung, dass sich die Finanzminister der Euro-Gruppe auf einem Treffen am 11. Juli über die Gläubigerbeteiligung und andere Aspekte des Hilfsprogramms einigen würden.
Teil 2: Nervosität auf den Märkten
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FTD.de, 16.06.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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