Auch die Emission 2012 auslaufender Nullkuponanleihen im Wert von 3,5 Mrd. Euro kam Italien teurer als zuletzt. Diese Papiere, wegen der fehlenden laufenden Zinszahlungen auch Zero-Bonds genannt, werden zu einem Abschlag vom Nennwert gekauft. Der Gewinn für den Investor besteht in der Differenz zwischen dem Erwerbskurs und dem Rückzahlungskurs, der dem Nominalwert entspricht. Rechnet man dies in eine Rendite um, lag diese bei der Auktion am Mittwoch bei 2,937 Prozent - verglichen mit 2,307 Prozent für solche Papiere im Vormonat.
Die höheren Renditen spiegeln das Misstrauen der Anleger wider. Italien gehört zu den Euro-Mitgliedern, die in den vergangenen Monaten ins Visier der Märkte geraten sind. Anleger fürchten, dass nach Griechenland und Irland auch weitere Länder Hilfen von außen benötigen werden. Als nächste Kandidaten gelten zwar vor allem Portugal und auch Spanien. Aber auch Italien weckt aufgrund seiner hohen Staatsverschuldung Skepsis. Allerdings ist der Handel kurz vor Jahresende auch sehr dünn, da viele Akteure ihre Bücher bereits geschlossen haben.
Um die Märkte zu beruhigen, hat Italien ein Sparpaket auf den Weg gebracht: Über die kommenden drei Jahre sind Anpassungen von rund 25 Mrd. Euro geplant. Dazu gehören Gehaltskürzungen im öffentlichen Dienst und der Verkauf von Staatsgütern. Auch das Rentensystem wird reformiert.