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17.06.2011, 10:26
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Fort Knox:
Präsidentschaftskandidat zweifelt an US-Goldreserven
© Bild:
2011 AP/Jim Cole
In der Trutzburg Fort Knox lagern seit 1937 die Goldbarren der US-Notenbank. Behauptet sie. Der Republikaner Ron Paul fordert eine unabhängige Untersuchung.
von Barbara Schäder Frankfurt
Mauern aus Granit und Stahlbeton, eine 20 Tonnen schwere Tür und absolutes Besuchsverbot: So beschreibt das US-Finanzministerium seinen legendären Goldspeicher Fort Knox. Seit 1937 lagern in dem Gebäude nahe einem Militärstützpunkt Tausende Gold- und Silberbarren, die eiserne Reserve der Vereinigten Staaten. Auf einen Marktwert von 321 Mrd. Dollar schätzte Washington allein die Goldreserven nach dem letzten internen Audit im September 2010. Seither ist der
Goldpreis noch einmal um rund 15 Prozent gestiegen. Ein bombensicheres Investment also - sollte man meinen.
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Den republikanischen Abgeordneten Ron Paul kann das alles nicht beruhigen. Der Texaner, der bei der Präsidentschaftswahl 2012 gegen Amtsinhaber Barack Obama antreten will, fordert eine unabhängige Überprüfung der Goldbestände. "Es wäre für das amerikanische Volk schon schön zu wissen, wieviel Gold dort wirklich ist", heißt es in einem auf seiner Website veröffentlichten Interview. "Eine ernsthafte Kontrolle hat es vermutlich seit mehr als 60 Jahren nicht mehr gegeben", kritisierte Paul im Herbst auf einer Konferenz des Edelmetallhändlers Kitco.
Nicht, dass Paul an der Sicherheit von Fort Knox zweifelte. Sein Misstrauen richtet sich vielmehr gegen die US-Notenbank Federal Reserve, der er auf seiner Website die Hauptverantwortung für die weltweite Finanzkrise zuschreibt - und nicht nur dafür. "Seit der Schaffung der Fed im Jahr 1913 hat der Dollar mehr als 96 Prozent seines Wertes verloren", schreibt der Republikaner. Denn die US-Notenbank pumpe ohne Rücksicht auf Verluste Geld in den Markt.
US-Präsidentschaftswahlkampf
Obamas rechte Herausforderer
Eben deshalb verdächtigt Paul die Fed auch, mit den Goldreserven Schindluder getrieben zu haben. "Ich denke, das Gold ist wahrscheinlich noch da, aber die Qualität ist möglicherweise nicht mehr so hoch, wie sie behaupten", heißt es in einem der Interviews auf seiner Homepage. Er deutete an, die Fed könnte einen Teil der Barren ausgetauscht haben, um notleidende Banken zu unterstützen.
Teil 2: Überprüfung würde Monate dauern
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FTD.de, 17.06.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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