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S&P hatte am vergangenen Freitag Frankreich das Spitzenrating "AAA" entzogen und die Bonitätsnote Spaniens gleich um zwei Stufen von "AA-" auf "A" herabgesetzt. Eine Verschlechterung der Kreditwürdigkeit bringt häufig einen Anstieg der Refinanzierungskosten mit sich, weil Anleger eine höhere Risikoprämie für Investitionen in Anleihen des betreffenden Staates verlangen.
Im Falle Spaniens trat dieses Szenario nur bei Anleihen mit einer Laufzeit bis 2016 ein: Für Investitionen in die Vierjahrespapiere forderten Anleger eine Rendite von 4,021 Prozent, vor einer Woche hatten sie sich noch mit 3,912 Prozent zufriedengegeben. Dagegen fiel die Rendite von Zehnjahresanleihen gegenüber der Vorwoche um 1,572 Prozentpunkte auf 5,403 Prozent. Auf dem Sekundärmarkt, also im Handel mit bereits umlaufenden Zehnjahrespapieren, hatten die Renditen zuletzt aber noch niedriger gelegen: Zum Handelsschluss am Mittwoch notierten sie bei 5,147 Prozent. Nach der Auktion zogen sie an.
"AAA"-Verlust schadet Paris vorerst nicht
Die Refinanzierungskosten Frankreichs gingen bei der Auktion am Donnerstag über alle Laufzeiten zurück: Die staatliche Schuldenagentur platzierte Zweijahrespapiere zu einer Rendite von 1,05 Prozent, ein Minus von 0,53 Prozentpunkten gegenüber der letzten vergleichbaren Emission im Oktober. Für Investitionen in Dreijahresläufer forderten Anleger eine Rendite von 1,51 Prozent, im November hatte sie noch bei 2,44 Prozent gelegen. Für die Platzierung von Vierjahrespapieren zahlte die Schuldenagentur einen Satz von 1,89 Prozent nach 2,82 Prozent vor zwei Monaten. Insgesamt brachte die Emission 7,97 Mrd. Euro ein. Am Nachmittag will Frankreich mit inflationsgeschützten Anleihen weitere 1 bis 1,5 Mrd. Euro einsammeln.