Nachrechnen kann sich lohnen
Bei der Quirin Bank, dem bislang einzigen Institut, das ausschließlich gegen Honorar berät, zahlen Kunden jährlich 1,65 Prozent des Depotvolumens, mindestens aber 1400 Euro. Dafür reicht die Bank sämtliche Provisionen weiter. Dabei können schnell ein paar hundert Euro zurückkommen, denn allein die Bestandspflege bei einem Investmentfonds beträgt um ein Prozent der investierten Summe.
Vor einem Jahr veröffentlichte die DZ Bank eine Umfrage mit einem eindeutigen Ergebnis: Nur jeder fünfte Deutsche könnte sich vorstellen, Geld für die Leistung eines Bankberaters zu zahlen. Von dieser Gruppe wäre wiederum nur jeder Fünfte bereit, die üblichen 150 Euro für eine Stunde Honorarberatung zu zahlen. Wasser auf die Mühlen all derer, die in der Honorarberatung nur etwas für Reiche sehen.
In der Tat, bei der betuchteren Kundschaft hat sich das Modell bereits mehr oder minder durchgesetzt. Ein Blick in die Vergütungstabellen der Vermögensverwaltungsabteilungen großer Banken zeigt, dass Vermögen ab einer halben Million Euro bereits heute gegen eine Pauschale betreut werden können. "Der Trend geht zur Pauschale", sagt ein Banker.