Kursinformationen und Charts
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Subbarao begründete den Schritt mit wachsenden Risiken für die indische Wirtschaft. Von Juli bis September ging das Wachstum auf 6,9 Prozent zurück, die niedrigste Rate seit dem Krisenjahr 2009. Ihre Konjunkturprognose für das Haushaltsjahr 2011/12, das noch bis Ende März läuft, senkte die Notenbank von 7,6 auf 7,0 Prozent.
Wie die meisten Schwellenländer leidet Indien darunter, dass sich westliche Investoren wegen der Schuldenkrise in Europa zurückziehen. Die brasilianische Notenbank lockert deshalb seit Monaten ihre Geldpolitik, in der vergangenen Woche senkte sie zum vierten Mal in Folge ihren Leitzins. Die People's Bank of China (PBOC) folgte im November mit einer Senkung der Mindestreservevorgaben für die Banken. Im Dezember schwenkte auch Russland auf den neuen Kurs ein und machte eine Zinserhöhung vom Februar wieder rückgängig.
Hohe Inflation schränkt Spielraum der Währungshüter ein
Vor einer Senkung des indischen Leitzinses von 8,5 Prozent schreckt die Zentralbank in Mumbai wegen der hohen Inflation noch zurück. Zwar fiel die Teuerungsrate gemessen an den Großhandelspreisen im Dezember auf ein Zweijahrestief von 7,5 Prozent. Der Rückgang sei aber hauptsächlich auf eine gute Gemüseernte zurückzuführen, teilte die Notenbank mit. Bei anderen Waren sei der Preisauftrieb weiterhin besorgniserregend.
Verschärft wird das Problem durch den Absturz der
Indischen Rupie . Im vergangenen Jahr wertete die Devise gegenüber dem Dollar um 15 Prozent ab, stärker als alle anderen asiatischen Währungen. Indische Unternehmen müssen deshalb für Importe aus dem Ausland mehr Geld auf den Tisch legen, was letztlich auch auf die Verbraucherpreise durchschlägt.