Die Bank of England (BoE) weitet ihr Aufkaufprogramm für Staatsanleihen und andere Wertpapiere um 25 auf 200 Mrd. Pfund aus. Das entspricht quasi der Finanzierung des Staates durch die Notenpresse. Das ist weniger als erwartet, Marktbeobachter hatten durchschnittlich mit 50 Mrd. Pfund zusätzlich gerechnet. Den Leitzins hielt die BoE konstant auf dem historischen Tief von 0,5 Prozent. Sie kündigte an, die Größe des Aufkaufprogramms zu überprüfen.
"Die Weltwirtschaft zeigt Zeichen der Erholung", hieß es in der Mitteilung der BoE. "Einige Schwellenländer wachsen wieder stark. Dennoch bleibt die wirtschaftliche Aktivität gedrückt. Vermögenspreise legten seit Frühling weltweit zu. Das spiegelt die Verbesserung des wirtschaftlichen Klimas und die lockere Geldpolitik wider. Zudem verbesserten sich die Refinanzierungsbedingungen der Banken", hieß es weiter. Die Situation auf den Finanzmärkten bleibe aber "fragil". Direkt nach der Entscheidung legte das Pfund zu. Es verteuerte sich bis auf 1,1155 Euro. Nach Ansicht der Analysten hätte ein Schritt um 50 Mrd. Pfund die britische Währung dagegen belastet.