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Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker sieht eine mögliche Herabstufung der Kreditwürdigkeit Frankreichs durch die Ratingagentur Moody's kritisch. "Ich würde das der tatsächlichen Lage Frankreichs für nicht angemessen halten", sagte der luxemburgische Regierungschef am Montag bei einer Ordensverleihung in Mainz. Sollte Moody's diesen Schritt tatsächlich gehen, sei nach dem "AAA"-Rating Frankreichs auch das "AAA"-Rating des EU-Rettungsschirms EFSF gefährdet. "Ich möchte nicht, dass das passiert", sagte Juncker.
Zum Streit mit Deutschland über künftige gemeinsame europäische Anleihen, sagte er: "Sie sind kein Unding", stellte er klar. Deutschland lehnt diese Bonds bislang kategorisch ab. Andere Länder sehen sie dagegen als Möglichkeit, die Schuldenkrise in den Griff zu bekommen.
Zudem belasteten Nachrichten aus den USA. Im Tagesverlauf wird das sogenannte Super-Comitee, das Einsparungen für die nächsten zehn Jahre im Volumen von 1200 Mrd. Dollar ermitteln soll, mitteilen, dass es derzeit keine Einigung gibt. "Europa ist nicht allein mit den Schuldenproblemen. Die USA sind in einer politischen Sackgasse", sagte David Thebault von Global Equities der Nachrichtenagentur Reuters..
"Der Markt realisiert, dass die ganze Welt im Schuldensumpf steckt", sagte ein Aktienhändler Reuters. Die Renditen für zehnjährige französische, spanische und italienische Anleihen zogen weiter an. Der Sieg der Konservativen bei den Parlamentswahlen in Spanien konnte an der unsicheren Grundstimmung ebenfalls nichts ändern. "Die absolute Mehrheit verheißt zwar Gutes bezüglich der Umsetzung von Reformen. Aber: Wie wir bereits mehrfach betont haben, werden diese Maßnahmen kaum ausreichen, um sich gegen eine Ansteckung abzusichern", hieß es in einem Kommentar der Rabobank. Die Renditen der spanischen Anleihen kletterten bis auf 6,603 Prozent. Italienische Papiere näherten sich mit einem Zins von 6,826 Prozent wieder der kritischen Sieben-Prozent-Marke und französische Bonds rentierten in der Spitze bei 3,622 Prozent.