Eine neue Anleihenklasse sorgt unter Aufsichtsbehörden und Investoren für Aufsehen. Die britische Bank Lloyds Banking gab diese Woche bekannt, 7,5 Mrd. Pfund über "Contingent Convertibles", auch Coco-Bonds genannt, aufnehmen zu wollen. Seitdem fragen sich Marktbeobachter: Was bedeutet das für Anleger und die Sicherheit des Finanzsystems?
Bei Coco-Bonds handelt es sich um Anleihen, die in Aktien getauscht werden. Anders als bei traditionellen Wandelanleihen, bei denen die Tauschkonditionen an einen bestimmten Aktienkurs geknüpft werden, richten sich die neuen Bonds nach dem Kernkapital. Der Grundgedanke: Fällt das Eigenkapital einer Bank unter eine bestimmte Schwelle, wird das Fremdkapital in Aktien umgewandelt - und so die Kapitalbasis des Instituts gestärkt. Im Fall von Lloyds ist das der Fall, wenn die Kernkapitalquote von derzeit 8,6 auf unter 5 Prozent fällt.