Die Ratingagentur Moody's hat Slowenien heruntergestuft. Die Bonitätswächter senkten das Rating nach Angaben vom Donnerstagabend von "A2" auf "Baa2".
Damit wird das Euro-Land nur noch zwei Stufen über dem sogenannten Ramschstatus eingestuft. Moody's begründete die schlechtere Bewertung mit Sorgen über das schwächelnde Bankensystem sowie eine gestiegene Anfälligkeit für externe Schocks.
Seit September haben alle großen Ratingagenturen die Bonität des Euro-Landes mehrfach wegen schleppender Reformen, des steigenden Haushaltsdefizits und Risiken im Bankensektor herabgestuft. Das Nachbarland Österreichs gehört seit 2007 zur Währungsgemeinschaft. Wegen der Exportabhängigkeit seiner Wirtschaft wurde Slowenien von der Finanzkrise besonders hart getroffen.
Moody's hatte in der vergangenen Woche mit Blick auf eine mögliche Überforderung Deutschlands in der Schuldenkrise den Ausblick von "stabil" auf "negativ" zurückgestuft. Ebenso hatte die Agentur den Ausblick für Luxemburg und die Niederlande gesenkt.
Aus der Politik hatte Moody's teils scharfe Kritik geerntet für die Absenkung des Ausblicks. Grund ist, dass schlechtere Bonitätsnoten die Bemühungen um eine Lösung der europäischen Schuldenkrise erschweren können. Im Zuge dessen wurde auch wieder über ein Verbot der Ratingagenturen diskutiert.