"Das ist ein großer Dämpfer für den Dollar", sagte Marc Chandler, Chef für Währungsstrategie bei Brown Brothers Harriman & Co. Am späten Nachmittag notierte er bei 1,2990 $.
Auch zu anderen Devisen büßte die
US-Währung ein. Als Grund für die Schwäche führten Marktteilnehmer die langsame Entspannung am Geldmarkt an. Zudem sei die Risikoneigung der Anleger wieder gestiegen. In unsicheren Zeiten gilt der Dollar als Krisenwährung.
"Der Dollar war zuletzt schon überkauft, da findet nun eine Korrektur statt", sagte ein Händler. Ein neuer Trend lasse sich aus den Kursbewegungen nicht ablesen. Händlern zufolge lag der Fokus der Investoren auf den Zinsentscheidungen der Notenbanken.
Nachdem die Australier mit einer deutlichen Senkung um 75 Basispunkte überrascht hatten, spekulierten Anleger nun auf ähnliche Schritte in Europa. Die britische Notenbank und die Europäische Zentralbank entscheiden am Donnerstag über die Höhe ihrer Leitzinsen. Experten erwarten drastische Senkungen.
Angesichts der starken Börsen gaben die Anleihen ihre frühen Gewinne wieder ab. Der Bund-Future lag drei Punkte im Plus bei 116,60 Zählern. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte mit 3,819 Prozent, die Umlaufrendite öffentlicher Anleihen fiel auf 3,66 Prozent.