FTD.de » Finanzen » Aktien + Märkte » Marktberichte Anleihen + Devisen » Furcht vor dem Dollar-Verfall

Merken   Drucken   04.08.2009, 20:26 Schriftgröße: AAA

Renten und Devisen: Furcht vor dem Dollar-Verfall  

Der Dollar hat sich am Dienstag auf dem niedrigsten Niveau in diesem Jahr eingependelt. Der Greenback war so billig, dass der Euro, wie schon am Vortag, gut 0,7 Prozent mehr kostete als am vergangenen Freitag. von André Kühnlenz (Berlin) und Mark Schrörs (Frankfurt)
Dies war sogar ein Plus von mehr als 2 Prozent zu Mittwoch vergangener Woche, als der Kurs noch bei knapp 1,40 $ lag. Gegen 19 Uhr MESZ notierte die Gemeinschaftswährung am Dienstag bei 1,4423 $. Die starke Abwertung des Dollar war aber nicht nur auf den Euro  beschränkt. Im Vergleich zu den wichtigsten sechs Handelswährungen der Amerikaner kostete der Greenback am Dienstag weiterhin so wenig wie seit Oktober vergangenen Jahres nicht mehr. Das geht aus dem sogenannten Dollar-Index hervor, der die Kurse zum Euro, Yen , Pfund , kanadischen Dollar , schwedischer Krone  sowie dem Schweizer Franken  widerspiegelt. Demnach hat der Dollar seit Anfang März gut 13 Prozent weltweit verloren.
Der jüngste Dollar-Verfall steht entgegengesetzt zu der Situation, die oft vor der Finanzkrise beobachtet wurde. Denn die Abwertung wurde durch positive US-Konjunkturmeldungen ausgelöst. Die Einkaufsmanager in der Industrie hatten von deutlich besseren Geschäften berichtet und Ökonomen rechnen jetzt wieder mit leichtem Wachstum im Sommerquartal. Früher hätte eine solche Nachricht regelmäßig Spekulationen über Zinserhöhungen ausgelöst. Davon profitiert normalerweise der Dollar: Denn die Aussicht auf höhere Zinsen treibt Anleger in US-Wertpapiere, wenn woanders die Zinsen konstant bleiben oder fallen.
Der aktuelle Dollar-Sinkflug geht unter anderem darauf zurück, dass Investoren im Krisenwinter ihre Gelder in Dollar-Anlagen parkten. Der Markt für US-Staatsanleihen gilt als der sicherste und liquideste der Welt. Mit der zurückkehrenden Risikofreude bauen Anleger derzeit Dollar-Positionen wieder ab, weil sie etwa Anleihen in Schwellenländern kaufen, die mehr Rendite versprechen. Noch übe der "globale Risikoappetit" einen stärkeren Einfluss aus als mögliche Zinsanhebungen, sagte Unicredit-Analyst Kornelius Purps. "Ansonsten wäre der Dollar nicht schwächer, sondern fester gegangen."

Dieses ist ein kostenpflichtiger Inhalt der FTD. Bitte melden Sie sich an, um fortzufahren!

Abonnenten
Sie haben kostenlosen Zugang zum Weiterlesen oder Herunterladen. Bitte melden Sie ich mit Ihren Zugangsdaten über die Anmeldebox an.

Nicht-Abonnenten
Wenn Sie Interesse an einem FTD-Abo haben, informieren Sie sich über die verschiedenen Abo-Angebote unter www.ftd.de/abo-vergleich.

Alternativ können Sie für den Zugriff auf den gewünschten Inhalt ein Tagesticket erwerben. Für den Erwerb eines Tagestickets müssen Sie bei uns registriert sein (zur Registrierung). Nach Registrierung melden Sie sich einfach über die Anmeldebox an. Anschließend können Sie das Tagesticket erwerben.

Das Tagesticket bietet für 2,50 € einen 24-Stunden-Vollzugriff auf...

  • ...alle Premium-Artikel auf FTD.de
  • ...das aktuelle ePaper (Zeitung als PDF) und 1-Monats-Archiv der FTD
  • ...die Nachmittagsausgabe FTD 17 Uhr (PDF)
  • ...alle Sonderbeilagen der FTD (PDF)
  • ...alle älteren Ausgaben der FTD über einen Archiv-Zugang
  • ...alle archivierten Online-Artikel
Login

Statten Sie Ihre Mitarbeiter oder Key-Accounts mit dem Informationsangebot der FTD aus. Über Unternehmenslösungen für Abonnements oder Online-Zugänge informiert Sie gern unsere Abteilung Business Cooperations, corporate-solutions(at)ftd.de.

Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.de
Bei Fragen oder Problemen zu Ihrer Einzelverkaufsabrechnung wenden Sie sich bitte direkt an Click & Buy
  • Aus der FTD vom 05.08.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  

Newsletter:   Eilmeldungen Finanzen

Wenn die Deutsche Bank durch einen Stresstest fällt, erfahren Sie es zuerst in unserem Finanznewsletter.

Beispiel   |   Datenschutz
markets - Das Finanzinformationsportal
  DAX 6323,34  [7.45 +0,12%
  Euro Stoxx 50 2147,72  [-8.8 -0,41%
  Dow Jones 12529,75  [33.6 +0,27%
  Nasdaq Composite 2839,38  [-10.74 -0,38%
  Euro 1,25745 USD  [0.00396 +0,32%
  Brent-Öl 106,56 USD  [0.25 +0,24%
Tweets von FTD.de Finanz-News

Weitere Tweets von FTD.de

Immobilien-Kompass
Partnerangebot Immobilien suchen in ...
  • Kursverluste, Ärger mit Behörden und der Nasdaq: Das Börsenparkett ist zu glatt für Facebook. Die Internetstars aus Kalifornien sehen am Aktienmarkt aus wie Anfänger. Damit es Ihnen nicht so geht: Testen Sie Ihr Börsenwissen.

    Bei einem Verlust von 30 Prozent - wie stark müsste der Aktienkurs steigen, damit Sie wieder beim Anfangsniveau angelangt sind?

    Börsen-Quiz: Machen Sie es besser als Facebook

    Alle Tests

  14.03. Quiz Kennen Sie sich aus im DAX?

Wer seit Jahresbeginn auf Aktien setzt, kann sich bislang über einen satten Gewinn freuen. Mischen Sie mit bei der Rally - im Quiz von FTD.de. Testen Sie ihr DAX-Wissen.

Seit wann gibt es den DAX?

Quiz: Kennen Sie sich aus im DAX?

Alle Tests

 



AKTIEN + MÄRKTE

mehr Aktien + Märkte

DERIVATE

mehr Derivate

INVESTMENTFONDS

mehr Investmentfonds

IMMOBILIEN

mehr Immobilien

ALTERNATIVE ANLAGEN

mehr Alternative Anlagen

FINANZCHECK

mehr Finanzcheck

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote