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01.11.2011, 16:43
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Schuldenkrise:
Einsätze für Wetten auf Griechen-Pleite steigen
Regierungschef Papandreou hofft auf Rückendeckung seiner Landsleute für den harten Sparkurs. Anleger spekulieren dagegen auf ein Nein: Die Kosten für die Absicherung griechischer Staatsanleihen gegen einen Zahlungsausfall steigen wieder.
von Stefan Schaaf
und Barbara Schäder Frankfurt
Das geplante Referendum in Griechenland rehabilitiert eine gerade erst für wertlos erklärte Anlageklasse: CDS-Kreditausfallderivate auf griechische Staatsanleihen verteuerten sich am Dienstag um 39 Prozent, nachdem Ministerpräsident Giorgos Papandreou am Montag die Volksabstimmung angekündigt hatte. Hinter dem Anstieg stehe "das Szenario, dass das Sparprogramm im Referendum abgelehnt wird, keine Hilfsgelder mehr nach Griechenland fließen und es zum Staatsbankrott kommt", sagte Anleihen-Experte Rainer Guntermann von der Commerzbank. In diesem Fall hätten Inhaber griechischer Staatsanleihen Anspruch auf die Auszahlung von Versicherungsleistungen.
Ministerpräsident Papandreou glaubt an ein Ja zu seinen Sparplänen
Noch am Montagmorgen hatte die Ratingagentur Moody's Kreditausfallderivate auf Griechen-Bonds für vollkommen nutzlos erklärt. Der Grund: Der auf dem EU-Gipfel in der vergangenen Woche ausgehandelte Schuldenerlass wird voraussichtlich keine CDS-Zahlungen auslösen.
Kursinformationen und Charts
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Der Schuldenerlass war vom Bankenverband IIF mit den Regierungen der Euro-Staaten vereinbart worden und ist nicht für alle privaten Gläubiger Griechenlands verbindlich. Laut einer ersten Einschätzung des Derivateverbands International Swaps and Derivatives Association (ISDA) können Inhaber griechischer Staatsanleihen, die sich an dem Schuldenerlass beteiligen, deshalb keine Versicherungsleistungen beanspruchen.
Griechisches Nein würde alles ändern
Ein Nein der Griechen bei der geplanten Volksabstimmung würde die Situation aber grundlegend verändern. Denn wenn sich die Bevölkerung den Sparauflagen der
Euro Gruppe und des Internationalen Währungsfonds (IWF) verweigert, müssten die Kreditgeber ihr zweites Hilfspaket konsequenterweise auf Eis legen. Griechenland wäre binnen kurzer Zeit zahlungsunfähig, könnte seine Schulden also nicht mehr bedienen. In diesem Fall wären alle Inhaber griechischer Staatsanleihen zu Abschreibungen gezwungen - also müssten auch CDS ausgezahlt werden.
Teil 2: Nachfrage erholt sich
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FTD.de, 01.11.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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