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  FTD-Serie: Die Top-Ökonomen

Es gibt kaum eine heiße wirtschaftspolitische Debatte oder kluge ökonomische Analyse, in der ihr Name nicht fällt: Joseph Stiglitz, Kenneth Rogoff und Jagdish Bhagwati bilden mit einem guten Dutzend weiterer Top-Ökonomen einen einzigartigen Think Tank. So konträr ihre Ansichten auch sein mögen: Sie schreiben für eine exklusive Serie, die die FTD in Zusammenarbeit mit der internationalen Public-Benefit-Organisation 'Project Syndicate' veröffentlicht.

Merken   Drucken   07.05.2010, 12:30 Schriftgröße: AAA

Schuldenkrise in Europa: Joseph Stiglitz - Wie der Euro noch zu retten ist  

Die europäischen Defizitländer sollten nicht gezwungen werden, sich zu Tode zu sparen. Es gibt drei weitere Möglichkeiten, das Bestehen der Währungsunion zu sichern.
© Bild: 2010 ftd.de
Kommentar Die europäischen Defizitländer sollten nicht gezwungen werden, sich zu Tode zu sparen. Es gibt drei weitere Möglichkeiten, das Bestehen der Währungsunion zu sichern. von Joseph E. Stiglitz 
Joseph Stiglitz lehrt Volkswirtschaft an der Columbia University und ist Nobelpreisträger. www.project-syndicate.org
Die griechische Finanzkrise hat die Existenz des Euro selbst aufs Spiel gesetzt. Bei seiner Einführung fragten sich viele, ob er langfristig Erfolg haben könnte. Als alles gut ging, waren diese Bedenken vergessen. Doch blieb die Frage, wie Anpassungen möglich wären, wenn ein Teil der Euro-Zone unter einem starken negativen Schock leiden würde. Denn mit der Festlegung auf einen gemeinsamen Wechselkurs ging den nationalen Regierungen ein wichtiges konjunktursteuerndes Instrument verloren.

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  • FTD.de, 07.05.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 12.05.2010 00:30:37 Uhr   Robert Schmidt: Aus aktuellem Anlass

    Kein polit. Bankenlobbismus wird noch die nicht mehr refinanzierbaren Staatsschulden der meisten überschuldeten EU-Staaten auffangen können, genauso wie die seit 1980 ums 16-fache (!) ausgeweitete weltweite Geldmenge - Umschuldung/Abschreibung der Staatsschulden mit/ohne Zustimmung der Banken ist die einzige verbliebene Alternative zur Rettung Europas und der gesamten Weltwirtschaft!

    Eine Umschuldung für Banken als eine in der Marktwirtschaft für Banken vorgesehen Konsequenz bei übertriebenen und ungedeckten Fehlrisiken ist demokratischer als ungefragt den Steuerzahler weiter für Generationen in den Ruin zu treiben und die Völker der EU-Staaten mit der IWF-Keule zum Sozialtod zu treiben!

    Einzig gangbare Weg ist weiterhin die vorübergehende Aussetzung der Eurozone, damit die Ungleichgewichte zw. den EU-Staaten sich angleichen, dann wieder ein EURO-Raum mit vertraglich fest geschlossenen gemeinsamen Wirtschaftsregierung und gemeinsamen Lohn- und Arbeitspolitik und Besteuerung!
    Vorher den CDS-Markt und unkontrollierte Banken-Zweckgesellschaften und Oasen-Niederlassungen komplett verbieten und volle ortgebundene Bankenbesteuerung durchsetzen!
    Durch gleichzeitig gemeinsames Handeln würde man die Gefahr der Austrocknung der Refinanzierungsmärkte für die meisten hoch überschuldeten EU-Staaten begrenzen.
    Die Gefahr von Bankenpleiten und vorübergehendem Einfrieren der Kreditmärkte muss anstatt der Gefahr der baldigen sowieso unabwendbaren Staaten- und Steuerzahlerpleiten als einzigen Ausweg jetzt mutig in Kauf genommen werden. Die Bankenausfälle sollten durch die EZB und ggf. weitere Zentralbanken weltweit koordiniert werden. Die Gefahr der "Kreditklemme für Unternehmen" wie auch die Gefahr des Banken-Runs der Sparer kann durch gleichzeitig garantierte Übertragung der *natürlichen* Verbindlichkeiten auf die EZB weitgehend minimiert werden (keiner institutionellen)!

    Besser jetzt so mutig handeln als mit rasant auslaufenden begrenzten und reell weit unzureichenden Möglichkeiten der Rettung ganzer Staaten den Sargnagel in die EU und Demokratie zu treiben!
    Keine weitere irre Flutung der Märkte durch zinslose Bankenkredite durch die Zentralbanken, kein ausufernder Aufkauf der wertlosen CDOs und Anleihen durch die EZB von den *schon jetzt* weit bankrotten Banken wird die im Raum stehenden *Staats-Volumina* je mehr auffangen können!
    Zur Not lieber ein frühzeitiger EU-Wähungsschnitt und schnelle Herstellung einer vollen Marktfähigkeit in der EU ohne Sozialunruhen der breiten Massen, als der baldige Untergang durch Rettung der *Banken*.

    Die Überschuldung ganzer sich am exponentiellen Refinanzierungsanschlag befindlichen Staaten wird keine EWF/EZB-Transfergemeinschaft je auffangen können!
    In solchen Zeiten sind weitsichtige Staatsmänner statt kleinkarierter "Polit- und Parteisoldaten" notwendig, welche den Ruin des Volkes für Generationen sehenden Auges stoppen und *jetzt* handeln!

  • 11.05.2010 18:46:06 Uhr   Pareto-Optimist: Effektiv ist mit Kanonen auf Spatzen...
  • 11.05.2010 14:51:11 Uhr   Erz815: zwei verschiedene unausgeglichene Zahlungsbil...
  • 11.05.2010 13:48:16 Uhr   webmax: mal nachdenken - wie werte ich meine Währung...
  • 11.05.2010 13:31:06 Uhr   Alfred Nobel: In guter Gesellschaft
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