Kursinformationen und Charts
|
Euro
|
1,252 USD |
[-0.00149] |
-0,12% |
|
|
Der neuerliche Anstieg der spanischen Refinanzierungskosten macht deutlich, dass die Ursachen der Krise mit der am Mittwoch angekündigten Dollar-Schwemme der Notenbanken nicht behoben sind. Die Europäische Zentralbank (EZB) und die Federal Reserve in den USA verabredeten mit den Notenbanken der Schweiz, Großbritanniens, Japans und Kanadas die Bereitstellung großzügiger Dollar-Kredite an die Geschäftsbanken. Auch der Zugang zu anderen Fremdwährungen soll erleichtert werden. Das Misstrauen der Anleger gegenüber hoch verschuldeten Staaten wie Spanien konnten sie damit aber nicht beheben.
Für ein kurzes Aufatmen an den Börsen sorgte dennoch die Nachricht, dass Madrid so viel Geld einsammeln konnte wie geplant: Der
Euro übersprang kurzzeitig die Marke von 1,35 Dollar und legte gegenüber dem Vortag 0,4 Prozent zu. Der spanische Leitindex Ibex 35 drehte ins Plus. Auch der
DAX übersprang kurzzeitig den am Mittwoch erreichten Schlusskurs von 6089 Zählern, gab seine Gewinne aber schnell wieder ab. Ein ähnliches Muster zeigte sich beim
Euro Stoxx 50 .
Refinanzierungskosten Frankreichs leicht gesunken
Auch der französische Leitindex
CAC 40 drehte nur kurz in die Gewinnzone, obwohl die Refinanzierungskosten Frankreichs am Donnerstag leicht zurückgingen. Paris nahm durch die Emission von Anleihen verschiedener Laufzeiten insgesamt 4,3 Mrd. Euro auf. Für die Platzierung von Zehnjahrespapieren zahlte das Finanzministerium eine Rendite von durchschnittlich 3,18 Prozent, bei der letzten vergleichbaren Auktion hatten Anleger 3,22 Prozent Rendite gefordert.