US-Dollarnoten
Ein großes Problem für die Banken ist derzeit der Zugang zur Leitwährung Dollar. Ein Grund dafür ist, dass US-Geldmarktfonds ihre Investitionen in europäische Bankanleihen erheblich verringert haben. Laut einer Studie der Ratingagentur Fitch haben die zehn größten US-Geldmarktfonds ihre Forderungen an europäische Banken von Ende Mai bis Ende Oktober um 42 Prozent zurückgefahren.
Als Risikomaß für die Probleme bei der Dollar-Refinanzierung gilt der Cross Currency Basis Swap für Drei-Monats-Geschäfte. Dabei leiht sich ein Investor von einem Partner Dollar, dem er gleichzeitig Euro borgt. Beide tauschen Gelder zum aktuellen Wechselkurs. Im Gegensatz zum normalen Devisentausch vereinbaren die Parteien dabei, sich gegenseitig Zinsen für die Laufzeit des Geschäfts zu zahlen. Derzeit muss ein Investor einen Abschlag auf den Euro-Zins hinnehmen. Gleichzeitig muss er jedoch den vollen Dollar-Zins für die Ausleihe in der US-Währung zahlen. Die Dollar-Darlehen verteuern sich somit für europäische Banken, wenn der Abschlag steigt.
Zentralbankkredite in Dollar werden billiger
Die EZB, die Federal Reserve sowie die Notenbanken Großbritanniens, Japans, Kanadas und der Schweiz wollen Kredtinstituten deshalb den Zugang zu Fremdwährungskrediten erleichtern. Die Währungshüter kündigten eine Senkung der Gebühren für die Vergabe von Darlehen in Dollar außerhalb der USA an. Gleichzeitig soll auch die Verfügbarkeit von Euro außerhalb der Währungsunion und von anderen Fremdwährungen erhöht werden.
Infolge der Ankündigung der Notenbanken sank der Cross Currency Swap von 167 auf 153 Basispunkte. Am 4. Mai diesen Jahres hatte er noch Minus acht betragen.