Jim Rogers gründete 1970 zusammen mit George Soros den Quantum-Fonds
Laut einem Bericht der US-Terminbörsenaufsicht CFTC vom 27. Dezember überstieg die Zahl der Kontrakte, mit denen Hedge-Fonds und andere Finanzinvestoren auf fallende Kurse setzen, die Wetten auf einen Kursanstieg um 127.900.
Tatsächlich rutschte der Euro in der vergangenen Woche um ein halbes Prozent ab. Am Dienstag übersprang die Gemeinschaftswährung erstmals seit einer Woche wieder die Marke von 1,30 Dollar. Gute Konjunkturdaten aus China dämpften die Furcht vor einer neuen Weltwirtschaftskrise.
Auch mit Blick auf Agrarrohstoffe zeigte sich Rogers trotz der Konjunkturabkühlung in Europa optimistisch. Von
Gold riet er dagegen ab: "Meiner Ansicht nach könnte der Goldpreis auf 1200 bis 1300 Dollar fallen", sagte der 69-Jährige. Noch vor zwei Jahren hatte er dem gelben Edelmetall einen Kursanstieg auf bis zu 2000 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) prophezeit.
"Korrektur überfällig"
Nachdem der Goldpreis im September auf ein Rekordhoch von gut 1900 Dollar geklettert war, rechnet Rogers jetzt aber mit einer Korrektur. "Der Preis steigt seit elf Jahren, was für jede Form von Anlage sehr ungewöhnlich ist, deshalb ist eine Korrektur überfällig." Nach Veröffentlichung des Interviews zog der Goldpreis aber kräftig an: Die Feinunze verteuerte sich zeitweise um 1,4 Prozent auf 1590 Dollar.